Anhang

1. ALLGEMEINE GRUNDSÄTZE

Die AIXTRON SE ist eine Aktiengesellschaft deutschen Rechts in der Rechtsform einer Europäischen Gesellschaft (Societas Europaea). Sitz der Gesellschaft ist Dornkaulstraße 2, 52134 Herzogenrath, Deutschland. Die AIXTRON SE ist unter der Nummer HRB 16590 im Handelsregister des Amtsgerichts Aachen eingetragen.

Der vorliegende Konzernabschluss der AIXTRON SE (im Folgenden „AIXTRON“ oder „Gesellschaft“) wurde erstellt in vollständiger Übereinstimmung mit

  • den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten Interpretationen; des Weiteren mit
  • den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie zur Anwendung in der Europäischen Union übernommen wurden; sowie
  • mit den Anforderungen des § 315e HGB (Handelsgesetzbuch).

Der Konzern ist ein führender Anbieter von Depositionsanlagen für die Halbleiterindustrie. Die Produkte des Konzerns werden weltweit von einem breiten Kundenkreis zur Herstellung von leistungsstarken Bauelementen für elektronische und opto-elektronische Anwendungen auf Basis von Verbindungs-, Silizium- und organischen Halbleitermaterialien genutzt. Diese Bauelemente werden in der Displaytechnik, der Signal- und Lichttechnik, in Glasfaser-Kommunikationsnetzen, drahtlosen und mobilen Telefonie-Anwendungen, der optischen und elektronischen Datenspeicherung, der Computer-Technik sowie einer Reihe anderer Hochtechnologie-Anwendungen eingesetzt.

Dieser Konzernabschluss wurde durch den Vorstand aufgestellt und dem Aufsichtsrat zur Feststellung und Veröffentlichung in der Aufsichtsratssitzung am 26. Februar 2018 übergeben.

2. WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

  1. A KONSOLIDIERUNGSKREIS

    Neben dem Mutterunternehmen AIXTRON SE werden im Konzernabschluss alle Gesellschaften, über die AIXTRON SE die Kontrolle ausübt, einbezogen. Der Bilanzstichtag ist für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften der 31. Dezember. Eine Liste aller einbezogenen Unternehmen zeigt Anmerkung 31.

  2. BBILANZIERUNGSGRUNDLAGEN

    Der Konzernabschluss wird vollständig in Euro (EUR) aufgestellt. Die Beträge werden auf volle Tausend ab- bzw. aufgerundet (TEUR).

    Der Konzernabschluss wurde mit Ausnahme der Neubewertung von bestimmten Finanzinstrumenten auf Grundlage der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten aufgestellt.

    Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit IFRS muss der Vorstand Schätzungen vornehmen und Annahmen treffen, die sich auf den Ansatz von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, auf die Angaben zu Eventualschulden und Eventualforderungen am Bilanzstichtag und auf die ausgewiesenen Aufwendungen und Erträge für die jeweiligen Perioden auswirken. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.

    Die Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Korrekturen von Schätzungen werden in der laufenden Periode berücksichtigt, soweit die Korrektur nur diese Periode betrifft, bzw. in der laufenden Periode und in zukünftigen Perioden, soweit die Korrektur sowohl die laufende als auch zukünftige Perioden betrifft. Einschätzungen, welche einen wesentlichen Effekt auf die Bilanz des Konzerns haben werden in Anmerkung 36 erläutert.

    Die im Folgenden beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden einheitlich für alle in diesem Konzernabschluss dargestellten Perioden angewandt.

    Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden einheitlich von den Konzernunternehmen angewandt.

  3. C KONSOLIDIERUNGSGRUNDLAGEN
    1. ( I )TOCHTERUNTERNEHMEN

      Als Tochterunternehmen werden die Konzernunternehmen behandelt, auf die die AIXTRON SE einen beherrschenden Einfluss hat (siehe Anmerkung 31). Beherrschender Einfluss besteht dann, wenn die Gesellschaft direkt oder indirekt befugt ist, die Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens zu steuern, um Nutzen aus dessen Aktivitäten zu ziehen. Die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt des Beginns der Kontrolle in den Konzernabschluss einbezogen.

    2. ( II ) IM RAHMEN DER KONSOLIDIERUNG ELIMINIERTE TRANSAKTIONEN

      Sämtliche Zwischenergebnisse sowie konzerninterne Transaktionen und Salden wurden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

  4. DFREMDWÄHRUNG

    Der Konzernabschluss ist in Euro (EUR) aufgestellt. Bei der Umrechnung der Jahresabschlüsse von Tochterunternehmen außerhalb der Eurozone werden die lokalen Währungen als funktionale Währungen dieser Tochterunternehmen zugrunde gelegt. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dieser Tochterunternehmen werden zum Bilanzstichtagskurs in EUR umgerechnet. Umsatzerlöse und Aufwendungen werden zu Jahresdurchschnittskursen bzw. zu Durchschnittskursen für den Zeitraum zwischen der Einbeziehung in den Konzernabschluss und dem Bilanzstichtag in EUR umgerechnet. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Die aus der Währungsumrechnung resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals ausgewiesen.

    Kursgewinne und -verluste, die durch Wechselkursschwankungen bei Fremdwährungstransaktionen entstehen, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter „Sonstige betriebliche Erträge“ oder „Sonstige betriebliche Aufwendungen“ erfasst.

  5. ESACHANLAGEN
    1. ( I ) ANSCHAFFUNGS- ODER HERSTELLUNGSKOSTEN

      Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuzüglich Nebenkosten, beispielsweise für Installation und Lieferung, abzüglich kumulierter Abschreibungen (siehe unten) und Wertminderungsaufwand (vgl. Bilanzierungsmethode (J)) angesetzt.

      Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen enthalten neben Material- und Personalkosten auch direkt zurechenbare anteilige Gemeinkosten, wie beispielsweise Leistungen an Arbeitnehmer, Bezugskosten, Installationskosten und Honorare.

      Wenn verschiedene Bestandteile einer Sachanlage unterschiedliche Nutzungsdauern haben, werden sie einzeln als separate Gegenstände des Sachanlagevermögens abgeschrieben.

    2. ( II ) NACHTRÄGLICHE ANSCHAFFUNGS- ODER HERSTELLUNGSKOSTEN

      Im Buchwert einer Sachanlage erfasst der Konzern die Kosten für den Ersatz von Komponenten oder die Erweiterung der Sachanlage im Zeitpunkt des Anfalls der Kosten, wenn es wahrscheinlich ist, dass der zukünftige wirtschaftliche Nutzen der Sachanlage dem Konzern zufließen wird und die Kosten der Sachanlage verlässlich geschätzt werden können. Alle anderen Kosten wie Reparatur- und Instandhaltungskosten werden bei Anfall als Aufwand erfasst.

    3. ( III )ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND

      Die im Zusammenhang mit der Anschaffung oder Herstellung von eigenen Vermögenswerten stehenden Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zum Zeitpunkt der Aktivierung anschaffungs- bzw. herstellungskostenmindernd berücksichtigt.

    4. ( IV ) ABSCHREIBUNGEN

      Die Abschreibungen erfolgen linear über die voraussichtlichen Nutzungsdauern der einzelnen Bestandteile einer Sachanlage. Eine Überprüfung der Nutzungsdauern, der Abschreibungsmethoden und der Restwerte der Sachanlagen erfolgt zum Jahresende oder häufiger, falls Anzeichen für eine Veränderung vorliegen. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern betragen für:

    5. Gebäude 25 - 33 Jahre
      Maschinen und technische Anlagen 3 - 14 Jahre
      Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 - 14 Jahre

      Die Nutzungsdauern von gemieteten Vermögenswerten übersteigen nicht die erwarteten Mietzeiträume.

  6. FIMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
    1. ( I ) GESCHÄFTS- UND FIRMENWERT

      Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Bei Unternehmenszusammenschlüssen, die seit dem 1. Januar 2004 getätigt wurden, stellt der Geschäfts- und Firmenwert den Unterschiedsbetrag zwischen dem beizulegenden Zeitwert der übertragenen Gegenleistung und dem beizulegenden Zeitwert der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden dar.

      Der Geschäfts- und Firmenwert wird zu Anschaffungskosten abzüglich des kumulierten Wertminderungsaufwands angesetzt. Der Geschäfts- und Firmenwert wird den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugewiesen und einem jährlichen Wertminderungstest unterzogen (vgl. Bilanzierungsmethode (J)).

    2. ( II ) FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

      Aufwendungen für Forschungstätigkeiten, deren Ziel es ist, neues technisches Wissen mit wissenschaftlichen Methoden zu erlangen, werden als Aufwand erfasst.

      Entwicklungskosten umfassen Aufwendungen, die dazu dienen, wissenschaftliche Erkenntnisse technisch und kommerziell umzusetzen. Da die Kriterien des IAS 38 nicht vollständig erfüllt sind, hat AIXTRON von der Aktivierung dieser Aufwendungen abgesehen.

    3. ( III )SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

      Sonstige vom Konzern erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen (siehe unten) und Wertminderungsaufwand (vgl. Bilanzierungsmethode (J)) bilanziert.

      Vermögenswerte, die im Rahmen von Unternehmenserwerben zugehen, werden mit ihrem Zeitwert im Zeitpunkt des Erwerbs angesetzt.

      Aufwendungen für selbst geschaffene Geschäfts- und Firmenwerte, Markennamen und Patente werden unmittelbar als Aufwand erfasst.

    4. ( IV )NACHTRÄGLICHE AUFWENDUNGEN

      Nachträgliche Aufwendungen für aktivierte immaterielle Vermögenswerte werden nur aktiviert, wenn sie den zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen des betroffenen Vermögenswerts erhöhen. Alle anderen Aufwendungen werden bei ihrem Anfall als Aufwand erfasst.

    5. ( V ) ABSCHREIBUNGEN

      Die Abschreibungen erfolgen linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer der immateriellen Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts- und Firmenwerte. Die Geschäfts- und Firmenwerte haben eine unbestimmte Lebensdauer und werden einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen. Sonstige immaterielle Vermögenswerte werden ab dem Zeitpunkt, ab dem sie genutzt werden können, abgeschrieben. Eine Überprüfung der Nutzungsdauern und Restwerte der sonstigen immateriellen Vermögenswerte erfolgt zum Jahresende oder häufiger, falls Anzeichen für eine Veränderung vorliegen.

      Die voraussichtlichen Nutzungsdauern sind wie folgt:

      Software 2 - 5 Jahre
      Patente und ähnliche Rechte 5 - 18 Jahre
      Kundenbeziehungen bzw. Produkt- und Technologie-Know-how 6 - 10 Jahre
  7. G FINANZINSTRUMENTE
    1. ( I )FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

      Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrer Bilanzierung in die folgenden Kategorien eingeteilt:

      • erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
      • bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen
      • Kredite und Forderungen

      Die Einteilung erfolgt bei Zugang in Abhängigkeit von der Art und dem Verwendungszweck des finanziellen Vermögenswerts.

      Die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt zum Zeitpunkt des Handelstages. Der Erstansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten. Finanzielle Vermögenswerte, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet kategorisiert wurden, werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

    2. ( II ) ERFOLGSWIRKSAM ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

      Finanzielle Vermögenswerte werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wenn sie entweder zu Handelszwecken gehalten oder als „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ eingestuft werden.

      Finanzielle Vermögenswerte werden mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt, wobei jede Veränderung des beizulegenden Zeitwertes periodengleich erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wird. Der beizulegende Zeitwert ist der geschätzte Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte.

    3. ( III ) BIS ZUR ENDFÄLLIGKEIT GEHALTENE FINANZINVESTITIONEN

      Finanzinvestitionen mit festen oder bestimmbaren Zahlungen sowie einer festen Laufzeit, bei denen der Konzern die Absicht besitzt und es ihm möglich ist, diese bis zur Endfälligkeit zu halten, werden als „bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen“ kategorisiert. Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertminderungen bewertet. Der Zinsertrag wird dabei mittels der Effektivzinsmethode erfasst.

    4. ( IV )FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

      Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind, werden als Kredite und Forderungen kategorisiert. Kredite und Forderungen werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet.

    5. ( V ) WERTMINDERUNG VON FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN

      Finanzielle Vermögenswerte werden zu jedem Bilanzstichtag auf mögliche Indikatoren für eine Wertminderung untersucht. Finanzielle Vermögenswerte sind wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswerts eintreten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen Cashflows der Finanzanlage negativ verändert haben.

      Eine Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten führt zu einer direkten Minderung des Buchwerts aller betroffenen finanziellen Vermögenswerte mit Ausnahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, deren Buchwert durch ein Wertminderungskonto gemindert wird. Wird eine Forderung aus Lieferungen und Leistungen als uneinbringlich eingeschätzt, erfolgt der Verbrauch gegen das Wertminderungskonto. Zahlungseingänge aus abgeschriebenen Forderungen werden gegen das Wertminderungskonto gebucht. Änderungen des Buchwerts des Wertminderungskontos werden erfolgswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

      Sofern nach objektiven Kriterien die Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts in einer der folgenden Berichtsperioden nicht mehr notwendig ist, wird die vorher gebildete Wertminderung erfolgswirksam aufgelöst. Die Obergrenze dabei bilden die jeweils fortgeführten Anschaffungskosten.

    6. ( VI )LIQUIDE MITTEL

      Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bestehen aus Barmitteln, Einlagen bei Kreditinstituten und kurzfristigen Wertpapieren mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten im Erwerbszeitpunkt.

    7. ( VII )EIGENKAPITALINSTRUMENTE

      Eigenkapitalinstrumente einschließlich des gezeichneten Kapitals werden zum Ausgabeerlös abzüglich der darauf entfallenden Transaktionskosten bilanziert.

    8. ( VIII )FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

      Finanzielle Verbindlichkeiten werden entweder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten oder als sonstige finanzielle Verbindlichkeiten eingestuft.

    9. ( IX ) ERFOLGSWIRKSAM ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

      Finanzielle Verbindlichkeiten werden als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet kategorisiert, wenn sie entweder zu Handelszwecken gehalten werden oder freiwillig als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft werden.

      Als zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestufte finanzielle Verbindlichkeiten werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert ist der geschätzte Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte.

    10. ( X )SONSTIGE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

      Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten einschließlich aufgenommener Kredite, werden erstmals zum beizulegenden Zeitwert abzüglich der darauf entfallenden Transaktionskosten erfasst. Im Rahmen der Folgebewertung werden sonstige finanzielle Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wobei der Zinsaufwand entsprechend dem Effektivzinssatz erfasst wird.

    11. ( XI ) DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE UND HEDGE ACCOUNTING

      Der Konzern ist aufgrund seiner Aktivitäten dem finanziellen Risiko schwankender Wechselkurse ausgesetzt (siehe Anmerkung 26). Zur Absicherung dieser Risiken werden Kurssicherungsgeschäfte in Form von Devisentermingeschäften abgeschlossen. Derivative Finanzinstrumente werden vom Unternehmen nicht zu spekulativen Zwecken eingesetzt. Der Einsatz von Kurssicherungsgeschäften richtet sich nach den vom Vorstand genehmigten Grundsätzen für den Abschluss und Umgang mit derivativen Finanzinstrumenten.

      Die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes, der als effektiv eingestuften Cashflow-Hedges werden direkt im Eigenkapital erfasst. Ineffektive Teile werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

      Änderungen des beizulegenden Zeitwertes derivativer Finanzinstrumente, die die Voraussetzungen für Hedge-Accounting nicht erfüllen, werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

      Hedge-Accounting endet, wenn das zugehörige derivative Finanzinstrument ausläuft, veräußert, beendet oder ausgeübt wird oder die Voraussetzungen für Hedge-Accounting nicht mehr erfüllt sind. Alle zu diesem Zeitpunkt aus dem derivativen Finanzinstrument im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne oder Verluste verbleiben dort, bis das erwartete Grundgeschäft erfüllt wird. Sofern nicht mehr erwartet wird, dass eine abgesicherte Transaktion eintritt, werden die im Eigenkapital erfassten Gewinne oder Verluste erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

  8. H VORRÄTE

    Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsbetrieb erzielbare Verkaufserlös, abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung sowie Vertriebskosten. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden anhand der gewichteten Durchschnittskosten ermittelt.

    Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten beinhalten alle Kosten des Erwerbs sowie Kosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Bei fertigen und unfertigen Erzeugnissen beinhalten die Herstellungskosten Materialeinzelkosten und Fertigungslöhne sowie einen angemessenen Teil der Gemeinkosten basierend auf Normalbeschäftigung. Beträge für Verschrottungen und andere Materialabfälle werden in der Periode ihres Anfalls entweder als Herstellungskosten oder im Falle von Beta-Anlagen als Forschungs- und Entwicklungsaufwand behandelt.

    Wertberichtigungen für schwer absetzbare, überbevorratete und veraltete sowie in sonstiger Weise unverkäufliche Vorräte werden grundsätzlich auf der Grundlage der vom Konzern prognostizierten Produktnachfrage und Produktionsanforderungen oder aufgrund von historischen Verbrauchswerten gebildet. Eine Abschreibung des Vorratsbestandes wird vorgenommen, soweit die zukünftige Absatzprognose niedriger ist als der aktuelle Vorratsbestand.

  9. IBETRIEBSERGEBNIS

    Das Betriebsergebnis wird vor Finanzerträgen und -aufwendungen sowie Steuern ausgewiesen.

  10. JWERTMINDERUNGEN BEI SACHANLAGEN UND IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEN

    Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene Geschäfts- und Firmenwerte werden zumindest einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen, unabhängig davon, ob Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Zu Zwecken des Werthaltigkeitstests werden die Geschäftswerte zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet. Ein Wertminderungsaufwand wird erfasst, soweit der Buchwert den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder den Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit übersteigt.

    Bei Sachanlagen sowie sonstigen immateriellen Vermögenswerten wird ein Werthaltigkeitstest durchgeführt, soweit Hinweise vorliegen, die eine außerplanmäßige Abschreibung notwendig machen könnten. AIXTRON beurteilt am Ende jeder Periode, ob Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen. Eine außerplanmäßige Abschreibung auf diese Vermögenswerte wird vorgenommen, soweit der Buchwert entweder den beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten oder den Nutzungswert übersteigt.

    Bei der Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten zukünftigen Zahlungsströme unter Anwendung eines Vorsteuer-Zinssatzes, der die aktuellen Marktbewertungen sowie die mit dem Vermögenswert verbundenen Risiken widerspiegelt, abgezinst.

    Nach außerplanmäßigen Abschreibungen finden Wertaufholungen statt, wenn sich die Schätzungsgrundlagen zur Bestimmung des erzielbaren Betrags verändert haben. Wertaufholungen werden maximal bis zur Höhe des Buchwerts durchgeführt, der sich ergeben hätte, wenn keine Wertminderung erfasst worden wäre.

    Nach außerplanmäßigen Abschreibungen auf einen Geschäfts- und Firmenwert erfolgen keine Wertaufholungen.

  11. K ERGEBNIS JE AKTIE

    Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird durch die Division des Jahresergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl an ausgegebenen Stammaktien während des Geschäftsjahres berechnet. Das verwässerte Ergebnis je Aktie spiegelt die potenzielle Verwässerung wider, die bei Ausübung der Aktienoptionen im Rahmen der Aktienoptionsprogramme entstehen könnte, sofern eine solche Ausübung nicht einer Verwässerung entgegenwirkt.

  12. LLEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER
    1. ( I ) BEITRAGSORIENTIERTE PLÄNE

      Zahlungsverpflichtungen für beitragsorientierte Pensionspläne werden als Aufwand der Periode erfasst.

    2. ( II )AKTIENBASIERTE VERGÜTUNGSTRANSAKTIONEN

      Im Rahmen der Aktienoptionsprogramme können Mitglieder des Vorstands, Führungskräfte sowie Mitarbeiter des Konzerns Aktien der AIXTRON SE erwerben. Der Konzern bilanziert diese Aktienoptionsprogramme gemäß IFRS 2. Der beizulegende Zeitwert der gewährten Optionen wird als Personalaufwand erfasst, verbunden mit einer entsprechenden Erhöhung der Kapitalrücklage. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt zum Ausgabetag, verteilt über den Zeitraum, in dem die Arbeitnehmer bedingungslosen Anspruch auf die Optionen erwerben können. Der beizulegende Zeitwert der gewährten Optionen wird auf der Grundlage eines mathematischen Modells unter Berücksichtigung der Bedingungen, zu denen die Optionen gewährt wurden, bewertet. Bei der Ermittlung des Personalaufwands werden verwirkte Optionen berücksichtigt.

  13. M RÜCKSTELLUNGEN

    Eine Rückstellung wird erfasst, wenn der Konzern eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung hat, die aus Ereignissen der Vergangenheit entsteht, und deren Erfüllung für den Konzern erwartungsgemäß mit einem Abfluss von Ressourcen verbunden ist. Falls der Effekt wesentlich ist, werden Rückstellungen durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme unter Anwendung eines Vorsteuer-Zinssatzes, der den aktuellen Marktzins und gegebenenfalls die mit der Schuld verbundenen Risiken widerspiegelt, ermittelt.

    1. ( I )GARANTIERÜCKSTELLUNGEN

      Der AIXTRON Konzern bietet für jedes ihrer Produkte einen Gewährleistungszeitraum von in der Regel einem oder zwei Jahren. Gewährleistungsaufwendungen beinhalten im Allgemeinen Lohnkosten, Materialkosten sowie zugehörige Gemeinkosten, die im Zusammenhang mit der Reparatur eines Produkts während der Garantiezeit anfallen. Die individuellen Garantiebedingungen können variieren, abhängig von den verkauften Produkten, den Vertragsbedingungen sowie den Standorten, an denen sie verkauft werden. Die Kosten, die im Rahmen der Garantieverpflichtung anfallen können, werden ermittelt und zum Zeitpunkt der Umsatzrealisierung wird eine Rückstellung in Höhe dieser Kosten gebildet. Zu den Faktoren, die die Garantieverpflichtungen beeinflussen, gehören die historische und erwartete Anzahl an Garantieansprüchen sowie die voraussichtlichen Kosten pro Garantieanspruch.

      Darüber hinaus bildet der Konzern eine Garantierückstellung für bereits verkaufte Anlagen aufgrund von Erfahrungswerten. Der Konzern überprüft die Angemessenheit der angesetzten Garantierückstellung regelmäßig und passt die Beträge gegebenenfalls an.

      Längere Gewährleistungsfristen, die über die üblicherweise vereinbarten Zeiträume hinausgehen, werden wie Serviceleistungen in Übereinstimmung mit Abschnitt (N) behandelt.

    2. ( II )RÜCKSTELLUNG FÜR DROHENDE VERLUSTE AUS SCHWEBENDEN GESCHÄFTEN (DROHVERLUSTE)

      Eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften wird gebildet, wenn der erwartete wirtschaftliche Nutzen aus einem Vertrag unterhalb der unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen liegt. Als Rückstellung sind die zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen unvermeidbaren Kosten abzüglich des erwarteten wirtschaftlichen Nutzens anzusetzen. Bevor eine separate Rückstellung gebildet wird, wird der Wertminderungsaufwand von mit dem Vertrag verbundenen Vermögenswerten erfasst. Die Rückstellungen werden abgezinst, wenn der Effekt wesentlich ist.

  14. NUMSATZERLÖSE

    Umsatzerlöse resultieren aus dem Verkauf und der Installation von Anlagen, Ersatzteilen sowie Serviceleistungen. Der Konzern erfasst Umsatzerlöse, wenn er durch Übertragung eines Guts oder einer Dienstleistung auf einen Kunden eine Leistungsverpflichtung erfüllt und wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Konzern die wirtschaftlichen Vorteile zufließen werden.

    Der Verkauf von Anlagen beinhaltet Abnahmeprüfungen, die in den AIXTRON-Produktionsstätten durchgeführt werden. Nach erfolgreichem Abschluss dieser Abnahmeprüfungen wird die Anlage demontiert und für den Versand verpackt. Nach Ankunft beim Kunden wird die Anlage wieder zusammengebaut und montiert, wobei es sich um eine Dienstleistung handelt, die im Allgemeinen von AIXTRON-Ingenieuren ausgeführt wird. Im Rahmen der Zahlungsbedingungen räumt AIXTRON kein allgemeines Rückgaberecht, keine Rabatte, Gutschriften oder sonstigen Verkaufsanreize ein. Allerdings haben einige Kunden mit AIXTRON individuelle Geschäftsbedingungen ausgehandelt.

    Erlöse aus dem Verkauf einer Anlage, deren vereinbarte Produkt- und Prozesseigenschaften bereits nachgewiesen wurden, werden bei Lieferung an den Kunden erfasst, falls vollständige Abnahmeprüfungen in der Produktionsstätte von AIXTRON erfolgreich durchgeführt wurden und die mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Kunden übergegangen sind und wenn der Kunde aus dem Gut oder der Dienstleistung entweder gesondert oder zusammen mit anderen, für ihn jederzeit verfügbaren Ressourcen einen Nutzen ziehen kann.

    Umsatzerlöse im Zusammenhang mit der Installation der Anlage beim Kunden werden erfasst, wenn die Installation beim Kunden abgeschlossen ist und die endgültige Abnahme durch den Kunden bestätigt wurde.

    Der Anteil der bis zum Abschluss der Installation abzugrenzenden Umsatzerlöse ist der beizulegende Zeitwert der Installationsleistungen. Wenn der Konzern feststellt, dass ein Risiko bestehen könnte, dass die wirtschaftlichen Vorteile der Installationsleistungen nicht dem Konzern zufließen könnten, wird der gemäß Vertrag bei Abschluss der Installation fällige und zahlbare Betrag abgegrenzt.

    Der beizulegende Zeitwert der Installationsleistungen ist der Preis, den man in einer gewöhnlichen Transaktion zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag beim Verkauf einer solchen Anlage erhalten würde oder bei der Übertragung einer Schuld zu zahlen hätte.

    Umsatzerlöse aus Anlagen, bei denen die Erfüllung der zugesagten Produkt- und Prozesseigenschaften bisher nicht nachgewiesen wurde oder aus denen der Kunde weder gesondert noch zusammen mit anderen, für ihn jederzeit verfügbaren Ressourcen einen Nutzen ziehen kann, oder für die spezielle Rückgaberechte ausgehandelt wurden, werden erst nach der endgültigen Abnahme durch den Kunden erfasst.

    Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Ersatzteilen werden in dem Zeitpunkt erfasst, in dem das Eigentum sowie das Verlustrisiko auf den Kunden übertragen worden sind. Diese Bedingung ist im Allgemeinen zum Zeitpunkt des Versands erfüllt.

    Erträge aus Wartungsleistungen werden erfasst, sobald diese Leistungen erbracht sind.

    Die Erlöse aus Verträgen, die unterschiedliche Leistungsverpflichtungen beinhalten, wie zum Beispiel die Lieferung von Anlagen, Ersatzteilen und Wartungsleistungen, werden in dem Verhältnis auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen aufgeteilt, von dem der Konzern ausgeht, dass es dem Betrag entspricht, zu dem der Konzern im Austausch gegen die Lieferung von Waren und Dienstleistungen berechtigt ist. Um die Erlösbeiträge für die einzelnen Leistungsverpflichtungen zu ermitteln, verwendet der Konzern eine Kombination von Methoden, darunter die Kostenaufschlagmethode sowie die anteilige Verteilung von Rabatten auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen.

  15. OAUFWENDUNGEN
    1. ( I )HERSTELLUNGSKOSTEN DER ZUR ERZIELUNG DER UMSATZERLÖSE ERBRACHTEN LEISTUNGEN

      Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen beinhalten Material- und Lohneinzelkosten sowie die damit verbundenen Gemeinkosten.

    2. ( II )FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

      Forschungs- und Entwicklungskosten werden bei ihrem Anfall als Aufwand erfasst. Kosten für Beta-Anlagen, die nicht die Voraussetzung für die Aktivierung als Vermögenswert erfüllen, werden unter den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen ausgewiesen.

      Von der öffentlichen Hand (z.B. Staatszuschüsse) erhaltene Zuwendungen zur Projektfinanzierung werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst, wenn die Forschungs- und Entwicklungskosten entstanden und alle Bedingungen für die Gewährung von Zuwendungen erfüllt sind.

    3. ( III ) ZAHLUNGEN IM RAHMEN EINES OPERATING-LEASING-VERHÄLTNISSES

      Leasingzahlungen innerhalb eines Operating-Leasingverhältnisses werden als Aufwand linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst.

  16. PSONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
    1. ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND

      Die für bestimmte Projekte gewährten Zuwendungen der öffentlichen Hand werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst, soweit die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen angefallen sind und alle Bedingungen für die Gewährung von Zuwendungen erfüllt sind.

  17. QSTEUERN

    Der Steueraufwand enthält laufende und latente Steuern.

    Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden für alle temporären Differenzen zwischen Steuer- und Handelsbilanzen sowie für steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften der einbezogenen Konzernunternehmen erfasst. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt unter Berücksichtigung der zum Bilanzstichtag oder zukünftig geltenden Steuersätze, soweit diese bekannt sind. Auswirkungen von geänderten Steuersätzen auf latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden mit Verabschiedung der gesetzlichen Änderung erfasst.

    Ein latenter Steueranspruch wird in dem Umfang bilanziert, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Einkommen mit Steuergutschriften und steuerlichen Verlustvorträgen verrechnet werden kann. Latente Steueransprüche werden in dem Umfang vermindert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass der damit verbundene Steuervorteil realisiert werden kann. Die Werthaltigkeit der latenten Steuerforderungen wird mindestens einmal jährlich überprüft.

  18. RSEGMENTBERICHTERSTATTUNG

    Ein Geschäftssegment ist ein unterscheidbarer Konzernbestandteil, der Geschäftstätigkeiten betreibt und dessen Betriebsergebnisse regelmäßig vom obersten Entscheidungsträger („chief operating decision maker“), der bei AIXTRON durch den Vorstand repräsentiert wird, überprüft werden. Der Vorstand überprüft regelmäßig Finanzberichte auf Konzernebene. Der Konzern hat nur ein berichtspflichtiges Segment.

    Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der Segmentberichterstattung entsprechen den allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, welche in diesem Abschnitt erläutert sind.

  19. SKAPITALFLUSSRECHNUNG

    Die Kapitalflussrechnung wird in Übereinstimmung mit IAS 7 erstellt. Die Mittelzuflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit werden nach der indirekten Methode ermittelt. Zahlungsmittelzuflüsse sowie Zahlungsmittelabflüsse aus Steuern und Zinsen werden der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet.

  20. TNEU VERÖFFENTLICHTE BILANZIERUNGSSTANDARDS

    Im Geschäftsjahr 2017 wurden Änderungen an den folgenden Standards angewandt. Die Anwendung dieser Standards hat keinen signifikanten Einfluss auf die berichteten Bilanzpositionen in diesem Geschäftsbericht.

    Änderungen an IAS 7 Der Konzern hat die Änderungen an IAS 7 erstmals im aktuellen Geschäftsjahr angewendet. Die Änderungen schreiben vor, dass, Unternehmen Angaben zu leisten haben, die Adressaten von Abschlüssen in die Lage setzen, Veränderungen in den Finanzschulden zu beurteilen.
    Änderungen an IFRS 12 - Ansatz latenter Steuer-ansprüche für unrealisierte Verluste Der Konzern hat die Änderungen an IAS 12 erstmals im aktuellen Geschäftsjahr angewendet. Die Änderungen stellen klar, wie abzuschätzen ist, dass zukünftig ausreichend zu versteuernde Gewinne zur Verfügung stehen, gegen die die anzugsfähigen Differenzen verwendet werden können. Die Anwendung dieser Änderungen hat keine Auswirkung auf den Konzernabschluss, da die bisher angewendeten Methoden, zur Abschätzung der verfügbaren zukünftigen Gewinne mit diesen Änderungen übereinstimmen.
    Jährliche Verbesserungen an den IFRS-Zyklus 2014-2016

    Der Konzern hat die im Änderungszyklus 2014-2016 enthaltenen Änderungen an IFRS 12 erstmals im aktuellen Geschäftsjahr angewendet. Die anderen in diesem Zyklus enthaltenen Änderungen sind noch nicht verpflichtend anzuwenden und der Konzern hat diese nicht vorzeitig angewendet.

    Gemäß IFRS 12 muss ein Unternehmen keine zusammengefassten Finanzinformationen für Beteiligungen, assoziierten Unternehmen oder Joint Ventures angeben, die als zu Veräußerungszwecken gehalten werden oder Teil eines aufgegebenen Geschäftsbereichs sind. Die Änderungen stellen klar, dass dies die einzige Ausnahme in Bezug auf die Angabevorschriften des IFRS 12 ist.

    Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Konzernabschlusses waren folgende, bisher nicht angewandte Standards veröffentlicht, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwenden:

    IFRS 9 Finanzinstrumente
    IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden einschließlich der veröffentlichten Klarstellungen
    IFRS 16 Leasing
    IFRS 17 Versicherungsverträge
    Änderungen an IFRS 2 Klassifizierung und Bewertung von Geschäftsvorfällen mit anteilsbasierter Vergütung
    Änderungen an IFRS 4 Anwendung von IFRS 9 'Finanzinstrumente' gemeinsam mit IFRS 4 'Versicherungsverträge'
    Änderungen an IAS 40 Übertragung von Rendite-Immobilien.
    Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture
    Jährliche Verbesserungen an den IFRS Zyklus 2014 – 2016 Änderungen an IFRS 1 Erstmalige Anwendung von International Financial Reporting Standards und IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen
    IFRIC 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen
    IFRIC 23 Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung

    Der Konzern geht davon aus, dass die Anwendung dieser Standards keine wesentlichen Auswirkungen auf die Geschäftsabschlüsse des Konzerns in zukünftigen Perioden haben wird. Auswirkungen werden hauptsächlich aus der Anwendung von IFRS 9, 15 und 16 erwartet.

    Aus der Anwendung von IFRS 9 werden Änderungen bei der Einschätzung des Bonitätsrisikos für Berichtsperioden ab 2018 erwartet. Daraus könnten sich höhere Wertberichtigungen auf Forderungen ergeben. Unter IFRS 9 sind Forderungsausfälle auf Basis von erwarteten Verlusten und nicht wie bisher auf der Basis von bereits angefallenen Verlusten. Der Konzern geht davon aus, dass IFRS 9 zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung (1. Januar 2018) keine Auswirkungen haben wird. Der Konzern hielt zum Zeitpunkt der Erstanwendung keine Finanzinstrumente oder Sicherungsbeziehungen.

    Nach IFRS 15 realisiert ein Unternehmen Umsatzerlöse, wenn (oder insoweit) eine Leistungsverpflichtung erfüllt wird, indem der Kunde die Verfügungsgewalt über die dem Vertrag zugrunde liegenden Güter oder Dienstleistungen erlangt. IFRS 15 enthält deutlich umfangreichere Leitlinien für die Anwendung in unterschiedlichen Anwendungsszenarios. Darüber hinaus sind nach IFRS 15 umfangreiche Angaben zu machen. Im April 2016 veröffentlichte das IASB "Klarstellung von IFRS 15" im dem die Identifizierung von Leistungsverpflichtungen, Prinzipal/Agent-Vergütungen, sowie Lizenzen beschrieben wurden.

    Der Konzern generiert Umsatzerlöse aus den in Anmerkung 2 (N) beschriebenen Quellen und es wird erwartet, dass aus der Anwendung von IFRS 15 keine wesentlichen Änderungen resultieren, da die Bilanzierungsrichtlinien des Konzerns im Wesentlichen mit IFRS 15 übereinstimmen. Der Konzern wird den modifizierten Übergangsansatz gemäß IFRS 15 anwenden.

    Die Änderungen bei der Leasingbilanzierung laut IFRS 16 sind für Berichtsperioden ab 2019 anzuwenden. Der Konzern geht davon aus, dass die Änderungen keine wesentlichen Auswirkungen im Hinblick auf die bestehenden Leasingvereinbarungen haben.

3. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG UND UMSATZERLÖSE

Gemäß den Bestimmungen des IFRS 8 erfolgt die Identifizierung der operativen Geschäftssegmente anhand von internen Berichten über Unternehmensbestandteile, welche regelmäßig vom Vorstand als dem obersten Führungsgremium im Hinblick auf Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen zu den Segmenten und die Bewertung ihrer Ertragskraft überprüft werden.

Der Vorstand überprüft regelmäßig konsolidierte Finanzberichte auf Ebene des Gesamtkonzerns, da zahlreiche Geschäftsaktivitäten innerhalb des Konzerns auf operativer Ebene weitestgehend integriert sind. Im Einklang mit den IFRS hat der Konzern nur ein berichtspflichtiges Segment.

Das berichtspflichtige Segment basiert auf Waren und Dienstleistungen, die für die Halbleiterindustrie bereitgestellt werden.

Umsatzerlöse werden wie in Anmerkung 2 (N) beschrieben realisiert.

Der Konzern bewertet die Umsätze für Anlagen-Installationsleistungen marktorientiert mit Preisen aus beobachteten Transaktionen bei allen Verträgen, die zwei Leistungseinheiten/Leistungselemente beinhalten und die zu Umsätzen im abgelaufenen Geschäftsjahr geführt haben. Dies entspricht Stufe 2 in der Hierarchie der Bewertung des beizulegenden Zeitwerts in IFRS 13. Der beizulegende Zeitwert der Installationsleistungen für diese Verträge wurde aus dem prozentual am häufigsten beobachteten Vertragspreis (Modalwert), der beim Abschluss der Leistung zahlbar ist, übernommen.

Verträge, die Umsätze mit zwei Leistungseinheiten/Leistungselementen beinhalten, werden zum beizulegenden Zeitwert mit derselben Methode bewertet wie bei der Auslieferung von Produkten. Diese verwendet den prozentual am häufigsten beobachteten Vertragswert (Modalwert), der bei Auslieferung an den Kunden zahlbar ist. Dies entspricht ebenfalls Stufe 2 in der Hierarchie der Bewertung des beizulegenden Zeitwerts in IFRS 13.

SEGMENT-UMSÄTZE UND -ERGEBNISSE

in Tausend EUR Anhang 20172016 2015
Anlagen-Umsätze   188.009155.653 150.971
Ersatzteil- und Service-Umsätze   42.37340.824 46.785
Umsätze mit externen Kunden   230.382196.477 197.756
Materialaufwand 16 115.349104.836 95.143
Auflösung von Wertberichtigungen auf Vorräte 16 -6.947-16.525 -10.372
Abschreibungen auf Vorräte 16 2.6110 4.141
Personalaufwand 7 60.87563.136 63.029
Abschreibungen auf Sachanlagen 11 8.38312.951 9.146
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 12 4.5181.421 1.430
Sonstige betriebliche Aufwendungen 67.90559.678 70.113
Verluste aus Wechselkursveränderungen 5 1.366917 704
Sonstige betriebliche Erträge 5 -28.608-8.548 -8.852
Segmentergebnis   4.930-21.389 -26.726
Finanzierungserträge 8 692583 788
Finanzierungskosten 8 -124-147 -22
Ergebnis vor Steuern   5.498-20.953 -25.960

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des berichtspflichtigen Segments sind identisch mit den in Anmerkung 2 dargestellten Methoden. Das Segmentergebnis stellt das durch das Segment erwirtschaftete Ergebnis, ohne die Zuordnung von Kapitalerträgen, Finanzierungskosten und Steueraufwendungen, dar. Das Segmentergebnis wird dem Vorstand zum Zweck der Zuordnung von Ressourcen und der Überprüfung der Ertragskraft berichtet.

SEGMENTVERMÖGEN UND -SCHULDEN

in Tausend EUR 31.12.201731.12.2016
Halbleiter-Anlagen Segmentvermögen 204.832273.919
Nicht zugeordnete Vermögenswerte 250.285162.315
Konzernvermögenswerte 455.117436.234
in Tausend EUR 31.12.201731.12.2016
Halbleiter-Anlagen Segmentschulden 83.47163.391
Nicht zugeordnete Schulden 2.7403.102
Konzernschulden 86.21166.493

Zum Zweck der Überwachung der Leistungsfähigkeit und der Ressourcenallokation sind alle Vermögenswerte dem berichtspflichtigen Segment zugeordnet. Ausgenommen davon sind Steuerforderungen, Liquide Mittel und andere finanzielle Vermögenswerte. Mit Ausnahme von Steuerschulden und Pensionsrückstellungen sind sämtliche Schulden dem berichtspflichtigen Segment zugeordnet.

Weitere Erläuterungen zum Sachanlagevermögen, zum Geschäfts- und Firmenwert und zu den immateriellen Vermögenswerten sowie Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte erfolgen in den Anmerkungen 11 und 12. Sonstige langfristige Vermögenswerte verringerten sich in 2017 um TEUR 153 (2016: Reduzierung um TEUR 86).

Informationen über sonstige wesentliche Ertrags- und Aufwandsposten, die im Personalaufwand und in den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen enthalten sind, finden sich unter den Anmerkungen 7 und 4.

GEOGRAFISCHE INFORMATION

Im Nachfolgenden werden die Umsatzerlöse des Konzerns aus fortgeführten Geschäftstätigkeiten mit externen Kunden und Informationen über die langfristigen Vermögenswerte, aufgeteilt nach geografischer Lage, dargestellt. Umsatzerlöse mit externen Kunden sind den jeweiligen Ländern zugeordnet, in denen die Produkte erwartungsgemäß verwendet werden.

in Tausend EUR 20172016 2015
Asien 172.338128.007 118.376
Europa 29.19730.814 35.772
Amerika 28.84737.656 43.608
Summe 230.382196.477 197.756

Umsätze mit externen Kunden aus Deutschland, dem Geschäftssitz von AIXTRON, und anderen Ländern, die von wesentlicher Bedeutung sind, stellen sich wie folgt dar:

in Tausend EUR 2017 2016 2015
Deutschland 7.487 9.865 6.705
USA 28.731 37.353 41.937
Korea 44.298 27.086 26.507
China 89.848 64.756 52.571
Taiwan 25.717 22.000 27.375

Die Umsätze in Ländern außerhalb von Deutschland belaufen sich auf TEUR 222.895, TEUR 186.612 bzw. TEUR 191.051 für die Jahre 2017, 2016 und 2015.

Im Geschäftsjahr 2017 entfielen auf einen Kunden 19,3% des Konzernumsatzes. Mit keinem weiteren Kunden wurden mehr als 10% des Konzernumsatzes erzielt. In 2016 entfielen auf einen Kunden 14,6% des Konzernumsatzes. Mit keinem weiteren Kunden wurden mehr als 10% des Konzernumsatzes erzielt. In 2015 entfielen auf einen Kunden 18,1% des Konzernumsatzes. Mit keinem weiteren Kunden wurden mehr als 10% des Konzernumsatzes erzielt.

in Tausend EUR 31.12.2017 31.12.2016
Asien 780 1.521
Europa ohne Deutschland 10.211 10.800
Deutschland 112.478 124.057
USA 14.236 18.312
Langfristige Vermögenswerte 137.705 154.690

Die langfristigen Vermögenswerte enthalten keine latenten Steuerforderungen, Finanzinstrumente, Vermögenswerte aus leistungsorientierten Versorgungsplänen sowie keine Rechte, die sich aus Versicherungsverträgen ergeben.

4. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Die Forschungs- und Entwicklungskosten vor Abzug der erhaltenen Projektzuschüsse beliefen sich für die Geschäftsjahre 2017, 2016 bzw. 2015 auf TEUR 68.787, TEUR 53.937 bzw. TEUR 55.415.

Nach Abzug der erhaltenen, nicht rückzahlbaren Projektzuschüsse beliefen sich die Nettoaufwendungen für Forschung und Entwicklung für die Geschäftsjahre 2017, 2016 bzw. 2015 auf TEUR 65.622, TEUR 51.811 bzw. TEUR 52.409.

5. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

in Tausend EUR 20172016 2015
Erhaltene Zuschüsse für Forschung und Entwicklung 3.1652.126 3.006
Erträge aus Vertragsauflösungen mit Kunden 184.288 1.904
Währungsgewinne 802734 3.389
Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen 23.9270 3
Sonstige 6961.400 550
  28.6088.548 8.852
in Tausend EUR 20172016 2015
Währungsgewinne 802734 3.389
Währungsverluste (siehe Anmerkung 6) -1.366-917 -704
Netto Währungsgewinne / -verluste -564-183 2.685
Sonstige Währungsgewinne (-verluste) -564-183 2.685
Netto Währungsgewinne / -verluste -564-183 2.685

In 2017 ergaben sich insgesamt Währungsverluste in Höhe von TEUR 564 (2016 Verlust TEUR 183, 2015 Gewinn TEUR 2.685), die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden (siehe dazu auch Anmerkung 6).

Die Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 23.927 enthalten einen Ertrag aus der Veräußerung der ALD/CVD Vermögenswerte des Konzerns im November 2017 in Höhe von TEUR 23.765. AIXTRON erhielt einen Kaufpreis in Höhe von TEUR 60.707 für die verkauften Vermögenswerte und übernahm gleichzeitig Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten von Eugenus Inc. in Höhe von TEUR 9.689 (s. Anmerkung 25).

in Tausend EUR 2017
Abgang ALD/CVD Vermögenswerte
Vermögenswerte, über die AIXTRON die Kontrolle verloren hat
- Sachanlagen 5.220
- Geschäfts- und Firmenwert 1.682
- Vorräte 10.394
- Sonstige Vermögenswerte 3.915
- Gewährleistung und sonstige Verbindlichkeiten -561
20.650
Kosten der Veräußerung, Steuern und Lizenzzahlungen 6.603
Zukünftige Zahlungen an Lieferanten für Rechnung der Eugenus Inc. 9.689
  36.942
Erlöse 60.707
Gewinn aus dem Abgang ALD/CVD Vermögenswerte 23.765

6. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

in Tausend EUR 20172016 2015
Währungsverluste 1.366917 704
Verluste aus Anlagenabgängen 029 8
Zuführung zu Wertberichtigungen auf Forderungen/Ausbuchung von Forderungen 110299 1.439
Sonstige 159140 8
  1.6351.385 2.159

7. PERSONALAUFWENDUNGEN

in Tausend EUR 20172016 2015
Löhne und Gehälter 53.26254.411 54.033
Sozialabgaben 6.2376.518 6.731
Aufwendungen aus beitragsorientierten Pensionsplänen 1.1191.454 1.274
Aufwendungen für aktienbasierte Vergütung 257753 991
60.87563.136 63.029

Die Personalaufwendungen enthalten Restrukturierungskosten für geplante Personalmaßnahmen in einigen Unternehmensbereichen. Diese sind in Anmerkung 15 erläutert.

8. FINANZERGEBNIS

in Tausend EUR20172016 2015
Zinserträge aus finanziellen Vermögenswerten    
Finanzielle Vermögenswerte bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten692583 788
Zinsaufwand aus finanziellen Verbindlichkeiten    
Nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten-124-147 -22
Finanzergebnis568436 766

Die Zinserträge errechnen sich aus Zinsen auf bis zur Endfälligkeit gehaltene Zahlungsmittel.

9. ERTRAGSTEUERAUFWAND/-ERTRAG

Die folgende Aufgliederung zeigt die ergebniswirksam erfassten Ertragsteueraufwendungen und -erträge.

in Tausend EUR 20172016 2015
Laufender Steueraufwand (+)/Steuerertrag (-)  
für das Geschäftsjahr 1.5381.562 2.164
für Vorjahre -660121 -175
Summe laufender Steueraufwand 8781.683 1.989
 
Latenter Steueraufwand (+)/Steuerertrag (-)
- aus temporären Differenzen 35180 1.157
- aus der Änderung von lokalen Steuersätzen 200 54
- aus Wertaufholungen und Abschreibungen -2.2791.301 0
Summe latenter Steueraufwand/-ertrag -1.9081.381 1.211
Ertragsteueraufwand/-ertrag -1.0303.064 3.200

Das Ergebnis vor Ertragsteuern und die Ertragsteuern verteilen sich auf folgende Regionen:

in Tausend EUR 20172016 2015
Ergebnis vor Steuern  
Deutschland -2.066-25.959 -30.479
Außerhalb Deutschlands 7.5645.006 4.519
Summe 5.498-20.953 -25.960
 
Ertragsteueraufwand (+) /-ertrag (-)
Deutschland -514161 2.192
Außerhalb Deutschlands -5162.903 1.008
Summe -1.0303.064 3.200

Der effektive Steuersatz des Konzerns unterscheidet sich vom gesetzlichen Steuersatz in Deutschland, der Ende 2017 32,80% (2016: 32,80%, 2015: 32,80%) beträgt und sich aus dem inländischen Körperschaftsteuersatz (inkl. Solidaritätszuschlag) und der Gewerbesteuer ergibt.

Die folgende Tabelle stellt die Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steueraufwand dar:

in Tausend EUR 20172016 2015
Jahresergebnis vor Steuern 5.498-20.953 -25.960
Ertragsteueraufwand (Inlandsteuersatz) 1.803-6.873 -7.928
Effekt aus Steuersatzunterschieden im Ausland -500-932 -833
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 569730 765
Nicht berücksichtigte Steueransprüche aus Verlustvorträgen 6.21511.772 13.798
Wertaufholung (-)/ Wertberichtigung (+) auf latente Steueransprüche -1.3531.301 348
Aufwand aus Steuersatzänderungen 200 54
Effekt aus der Inanspruchnahme von Verlustvorträgen -4.4600 -4.113
Effekt aus permanenten Differenzen 27 -63
Sonstiges -3.326-2.941 1.172
Ertragsteueraufwand -1.0303.064 3.200
Effektiver Steuersatz -18,7%-14,6% -12,3%

10. KURZFRISTIGE FORDERUNGEN UND VERBINDLICHKEITEN AUS LAUFENDEN STEUERN

Aufgrund zu hoher bzw. zu niedriger Steuervorauszahlungen in der laufenden bzw. früheren Perioden bestehen zum 31. Dezember 2017 Forderungen aus laufenden Steuern in Höhe von TEUR 171 (2016: TEUR 446) bzw. Verbindlichkeiten aus laufenden Steuern in Höhe von TEUR 2.740 (2016: TEUR 3.102).

11. SACHANLAGEN

ENTWICKLUNG DER SACHANLAGEN

in Tausend EUR Grundstücke und Gebäude Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-ausstattung Anlagen im Bau Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1. Januar 2016 64.957 95.873 16.562 6.205 183.597
Zugänge 846 1.611 354 2.101 4.912
Abgänge 0 3.142 315 0 3.457
Umbuchungen 0 2.956 2.450 -5.406 0
Effekt aus Währungsumrechnung -369 107 -57 18 -301
Stand am 31. Dezember 2016 65.434 97.405 18.994 2.918 184.751
Stand am 1. Januar 2017 65.434 97.405 18.994 2.918 184.751
Zugänge 20 6.186 525 2.177 8.908
Abgänge 1.425 13.695 2.522 45 17.687
Umbuchungen 62 1.583 75 -1.720 0
Effekt aus Währungsumrechnung -158 -3.122 -641 -167 -4.088
Stand am 31. Dezember 2017 63.933 88.357 16.431 3.163 171.884
 
Abschreibungen
Stand am 1. Januar 2016 24.785 64.367 12.781 332 102.265
Planmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres 2.148 8.973 1.830 0 12.951
Wertaufholungen 885 0 0 0 885
Abgänge 0 3.102 313 0 3.415
Effekt aus Währungsumrechnung -268 -36 -28 10 -322
Stand am 31. Dezember 2016 25.780 70.202 14.270 342 110.594
Stand am 1. Januar 2017 25.780 70.202 14.270 342 110.594
Planmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres 1.728 4.126 2.493 36 8.383
Außerplanmäßige Abschreibungen 0 4.821 0 0 4.821
Abgänge 1.425 8.685 2.312 0 12.422
Effekt aus Währungsumrechnung -140 -3.054 -561 -59 -3.814
Stand am 31. Dezember 2017 25.943 67.410 13.890 319 107.562
 
Buchwerte
zum 1. Januar 2016 40.172 31.506 3.781 5.873 81.332
zum 31. Dezember 2016 39.654 27.203 4.724 2.576 74.157
zum 1. Januar 2017 39.654 27.203 4.724 2.576 74.157
zum 31. Dezember 2017 37.990 20.947 2.541 2.844 64.322

PLANMÄSSIGE ABSCHREIBUNGEN

Die planmäßigen Abschreibungen betragen TEUR 8.383 für das Geschäftsjahr 2017 und TEUR 12.951 bzw. TEUR 9.146 für 2016 bzw. 2015.

Die Nutzungsdauern der Vermögenswerte werden in jedem Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit IAS 16 überprüft. In den Fällen, in denen es zu einer Anpassung der Restnutzungsdauern kam, führte dies in 2017 nicht zu Abschreibungen, höher waren, als wenn die Nutzungsdauern nicht angepasst worden wären (2016: TEUR 2.283, 2015: TEUR 0). Die Anpassung der Nutzungsdauer bezieht sich auf Laboranlagen, die nicht mehr verwendet werden.

AUSSERPLANMÄßIGE ABSCHREIBUNGEN

Im ersten Quartal 2017 entschied der Konzern die Entwicklungsaktivitäten für III-V Materialien zukünftiger Prozessgenerationen (TFOS) einzustellen. Im zweiten Quartal 2017 entschied der Konzern, die Aktivitäten im Bereich Dünnfilm-Verkapselung (Thin Film Encapsulation ("TFE") ebenfalls einzustellen. Als Folge dieser Entscheidungen wurden in 2017 außerplanmäßige Abschreibungen auf im Zusammenhang mit diesen Aktivitäten stehende Technische Anlagen in Höhe von TEUR 4.821 erfasst.

Im Geschäftsjahr 2016 erhielt die Gesellschaft ein neues Bewertungsgutachten für eine Immobilie in Herzogenrath, auf dessen Basis eine Wertaufholung auf den Buchwert des Gebäudes in Höhe von TEUR 885 erfasst wurde. Die Wertermittlung wurde durch einen qualifizierten Sachverständigen (CIA Immobiliengutachter HypZert für finanzwirtschaftliche Zwecke) ermittelt und entspricht Inputfaktoren auf Stufe 2 im Sinne des IFRS 13. Bei der Wertermittlung wurden Erfahrungswerte mit vergleichbaren Immobiliengeschäften zugrunde gelegt.

Das Gebäude soll in der nahen Zukunft zum Verkauf angeboten werden.

In den Geschäftsjahren 2015, 2016 oder 2017 wurden keine weiteren Wertminderungen oder Wertaufholungen erfasst.

ANLAGEN IM BAU

Die Anlagen im Bau betreffen in 2017 und 2016 im Wesentlichen selbst erstellte Laboranlagen.

12. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

ENTWICKLUNG DER IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE

in Tausend EUR Geschäfts- und Firmenwert Patente und ähnliche Rechte Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten      
Stand am 1. Januar 2016 93.868 46.212 140.080
Zugänge 0 389 389
Effekt aus Währungsumrechnung -1.969 451 -1.518
Stand am 31. Dezember 2016 91.899 47.052 138.951
Stand am 1. Januar 2017 91.899 47.052 138.951
Zugänge 0 789 789
Abgänge -1.682 -726 -2.408
Effekt aus Währungsumrechnung -1.813 -3.123 -4.936
Stand am 31. Dezember 2017 88.404 43.992 132.396
       
Abschreibungen
Stand am 1. Januar 2016 17.966 39.820 57.786
Planmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres 0 1.421 1.421
Effekt aus Währungsumrechnung -630 385 -245
Stand am 31. Dezember 2016 17.336 41.626 58.962
Stand am 1. Januar 2017 17.336 41.626 58.962
Planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres 0 4.518 4.518
Abgänge 0 726 726
Effekt aus Währungsumrechnung -161 -3.189 -3.350
Stand am 31. Dezember 2017 17.175 42.229 59.404
       
Buchwerte
zum 1. Januar 2016 75.902 6.392 82.294
zum 31. Dezember 2016 74.563 5.426 79.989
zum 1. Januar 2017 74.563 5.426 79.989
zum 31. Dezember 2017 71.229 1.763 72.992

PLANMÄSSIGE UND AUßERPLANMÄSSIGE ABSCHREIBUNGEN AUF SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Die planmäßigen Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte werden wie folgt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:

in Tausend EUR 20172016 2015201720162015
  planmäßigplanmäßig planmäßigaußerplanmäßigaußerplanmäßigaußerplanmäßig
Herstellungskosten 1818 2000
Vertriebskosten 00 0000
Verwaltungskosten 780748 858000
Forschung und Entwicklung 414655 5703.30700
  1.2121.421 1.4303.30700

Immaterielle Vermögenswerte im Zusammenhang mit Dünnfilm-Verkapselung (Thin Film Encapsulation ("TFE") werden nach der Einstellung der Entwicklungsaktivitäten während des Geschäftsjahres 2017 nicht mehr verwendet. Eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 3.307 wurde erfasst.

Außerplanmäßige Abschreibungen sowie Wertaufholungen waren in den Geschäftsjahren 2016 und 2015 nicht vorzunehmen.

Die in den Folgejahren erwarteten Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte stellen sich wie folgt dar:

in Tausend EUR  
2018 630
2019 358
2020 240
2021 92
2022 30
Nach 2022 28

Die tatsächlichen Abschreibungen können von den erwarteten Abschreibungen abweichen.

ERLÄUTERUNG DER AUSSERPLANMÄSSIGEN ABSCHREIBUNGEN AUF GESCHÄFTS- UND FIRMENWERTE

Zum Ende des Geschäftsjahres 2017 ermittelte der Konzern den erzielbaren Betrag des Geschäfts- und Firmenwerts und kam zu dem Ergebnis, dass keine Wertminderung zu erfassen ist (2016: TEUR 0; 2015: TEUR 0).

Der Buchwert des Firmenwerts beträgt TEUR 71.229 (2016: TEUR 74.563, 2015: TEUR 75.902).

Die zahlungsmittelgenerierende Einheit, der der Firmenwert zugeordnet wurde, war zum Ende des Geschäftsjahres 2017 das Geschäftssegment Halbleiterprodukte des AIXTRON Konzerns.

Der erzielbare Betrag dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde anhand des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten bestimmt. Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, den man in einer gewöhnlichen Transaktion zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag beim Verkauf eines Vermögenswertes erhalten würde oder bei der Übertragung einer Schuld zu zahlen hätte. Da der Konzern nur eine zahlungsmittelgenerierende Einheit hat, wurde die Marktkapitalisierung dieser abzüglich der Veräußerungskosten und zuzüglich eines Aufschlags für die Beherrschung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes herangezogen. Hierbei handelt es sich um Stufe 2 der Hierarchie der Bewertungstechniken für den beizulegenden Zeitwert in IFRS 13.

Zum 31. Dezember 2017 beträgt die Marktkapitalisierung von AIXTRON EUR 1.294,7 Millionen, berechnet auf der Basis eines Aktienkurses von Euro 11,58 und 111.802.372 ausgegebenen Aktien (exklusive eigener Anteile). Es wurden Kosten in Höhe von 1,5% für eine gewöhnliche Verkaufstransaktion angesetzt. Im Rahmen einer Unternehmensakquisition fällt ein Zuschlag für die Beherrschung an, der üblicherweise zwischen 20% und 40% beträgt. Im Wertminderungstest des Geschäftsjahres wurde für die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts ein Beherrschungszuschlag in Höhe von 20% zur Marktkapitalisierung aufgeschlagen. Die Marktkapitalisierung wurde vor dem Vergleich mit dem Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit um die Nettoverschuldung und die Steuern angepasst. Der beizulegende Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten der zahlungsmittelgenerierenden Einheit übersteigt den Buchwert. Infolgedessen ist der Geschäfts- und Firmenwert nicht außerplanmäßig abzuschreiben.

in Millionen EUR, außer Aktienkurs Wert-
minderungs-
Test
Wert-
minderungs-
Test
Sensitivitäts-
analyse
  2017 2016 2017
     
Aktienkurs - Euro 11,58 3,10 3,35
Marktkapitalisierung zum 31. Dezember 1.294,7 346,0 374,5
Veräußerungskosten in Prozent 1,50% 1,50% 1,50%
Veräußerungskosten -19,4 -5,2 -5,6
Marktkapitalisierung (Beizulegender Zeitwert) abzüglich Veräußerungskosten 1.275,3 340,8 368,9
Aufschlag für die Beherrschung in Prozent 20,00% 20,00% 0,00%
Aufschlag für die Beherrschung 255,1 68,2 0,0
Marktkapitalisierung (Beizulegender Zeitwert) inklusive dem Aufschlag für die Beherrschung abzüglich Veräußerungskosten 1.530,3 409,0 368,9
Nettoverschuldung -246,5 -160,1 -246,5
Steuern -1,0 0,8 -1,0
Beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten der zahlungsmittelgenerierenden Einheit 1.282,8 249,7 121,4
Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit 121,4 210,5 121,4
Überschuss des beizulegenden Zeitwerts über dem Buchwert 1.161,4 39,2 0,0
Überschuss des beizulegenden Zeitwerts über dem Buchwert in Prozent 957% 19% 0%

Der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten entspricht dem erzielbaren Betrag und übersteigt den Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit um 957% (2016: 19%).

Eine Sensitivitätsanalyse der Überprüfung von Wertminderungen ohne Berücksichtigung des Aufschlages für die Beherrschung zeigt, dass der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit gleich dem erzielbaren Betrag wäre, wenn die Marktkapitalisierung von AIXTRON um 71,1% (2016: 9,6%) auf EUR 374,5 Millionen (2016: EUR 312,8 Millionen) fallen sollte.

13. SONSTIGE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte in Höhe von insgesamt TEUR 391 (2016: TEUR 544) beinhalten im Wesentlichen Mietkautionen für Gebäude.

14. LATENTE STEUERANSPRÜCHE UND LATENTE STEUERSCHULDEN

ERFASSTE LATENTE STEUERANSPRÜCHE UND STEUERSCHULDEN

in Tausend EUR Vermögenswerte Schulden Saldo
  2017 2016 2017 2016 2017 2016
Sachanlagen 122 191 0 0 122 191
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 49 50 0 0 49 50
Vorräte 884 1.309 0 0 884 1.309
Leistungen an Arbeitnehmer 126 125 0 0 126 125
Währungsausgleichsposten -6 -13 0 0 -6 -13
Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten 119 60 0 0 119 60
Sonstiges 14 12 0 0 14 12
Steuerliche Verlustvorträge 2.280 83 0 0 2.280 83
Latente Steueransprüche (+)/ -schulden (-) 3.588 1.817 0 0 3.588 1.817

Die Bildung von aktiven latenten Steuern erfolgt auf der Ebene einzelner Konzerngesellschaften, in denen im laufenden oder im vorangegangenen Geschäftsjahr ein Verlust erzielt wurde, nur insoweit, als die Inanspruchnahme in zukünftigen Perioden wahrscheinlich ist. Als Nachweis für die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme werden Planungsrechnungen sowie die aktuelle Geschäftsentwicklung der relevanten Gesellschaften in Erwägung gezogen. Im Geschäftsjahr 2017 waren latente Steuerforderungen in Höhe von TEUR 258 (2016: TEUR 0) bilanziert, die auf Gesellschaften entfielen, die im laufenden oder im vorangegangenen Geschäftsjahr einen Verlust auswiesen.

Darüber hinaus waren zum 31. Dezember 2017 latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 169.731 (2016: TEUR 184.951) und auf temporäre Differenzen in Höhe von TEUR 23.659 (2016: TEUR 9.888) unberücksichtigt. Von den unberücksichtigten Verlustvorträgen sind TEUR 151.685 unverfallbar (2016: TEUR 156.650), TEUR 0 verfallen bis 2022 (2016: TEUR 21.765 bis 2021) und TEUR 18.046 verfallen nach 2022 (2016: TEUR 16.424 nach 2021).

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der temporären Differenzen während des Geschäftsjahres:

in Tausend EUR Stand am 1. Januar 2017 Erfolgswirksam erfasst Direkt im Sonstigen Ergebnis erfasst Stand am 31. Dezember 2017
Sachanlagen 191 -69 0 122
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 50 -1 0 49
Vorräte 1.309 -425 0 884
Pensionsrückstellungen 125 1 0 126
Währungsausgleichsposten -13 144 -137 -6
Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten 60 59 0 119
Sonstiges 12 2 0 14
Steuerliche Verlustvorträge 83 2.197 0 2.280
1.817 1.908 -137 3.588
in Tausend EUR Stand am 1. Januar 2016 Erfolgswirksam erfasst Direkt im Sonstigen Ergebnis erfasst Stand am 31. Dezember 2016
Sachanlagen 185 6 0 191
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1 49 0 50
Vorräte 473 836 0 1.309
Pensionsrückstellungen 257 -132 0 125
Währungsausgleichsposten 9 22 -44 -13
Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten 74 -14 0 60
Sonstiges -35 47 0 12
Steuerliche Verlustvorträge 2.278 -2.195 0 83
  3.242 -1.381 -44 1.817

15. RESTRUKTURIERUNGSKOSTEN

in Tausend EUR 2017 20162015
Herstellungskosten 2.338 6960
Allgemeine Verwaltungskosten 2.214 1310
Forschungs- und Entwicklungskosten 10.642 00
15.194 8270

Im Geschäftsjahr 2017 stellte der Konzern die Aktivitäten in den Bereichen Dünnfilm-Verkapselung (Thin Film Encapsulation ("TFE") sowie für III-V Materialien zukünftiger Prozessgenerationen (TFOS) ein. Die Aktivitäten in der OVPD Entwicklung in Deutschland wurden in eine separate Legaleinheit, APEVA SE, überführt um ein potentielles Joint Venture mit einem externen Partner in diesem Bereich zu ermöglichen. AIXTRON behält die geistigen Eigentumsrechte der Konzernweiten OVPD Aktivitäten. Der Verkauf der ALD/CVD Aktivitäten erfolgte ebenfalls in 2017.

Die im Rahmen der Restrukturierung angefallenen Kosten beziehen sich im Wesentlichen auf das Einstellen der TFE und TFOS Aktivitäten, aber beinhalten auch Kosten für die Restrukturierung der OVPD Aktivitäten sowie Abfindungen und ähnliche Kosten für den ALD/CVD Verkauf. Die Kosten sind in obiger Tabelle dargestellt.

In den Forschungs- und Entwicklungskosten sind außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 3.307 und außerplanmäßige Abschreibungen auf Technische Anlagen und Maschinen in Höhe von TEUR 4.821 enthalten. Die anderen Positionen beinhalten Abschreibungen auf Vorräte und Vertragsauflösungen, Abfindungen, Beratungskosten, Rechtsberatungskosten und IT Kosten.

Der Gewinn aus dem Verkauf des ALD/CVD Geschäfts ist in Anmerkung 5 erläutert.

Die Restrukturierungskosten in 2016 betreffen im Wesentlichen Abfindungen aufgrund des Personalabbaus in verschiedenen Bereichen des Unternehmens.

16. VORRÄTE

in Tausend EUR 20172016
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe   16.01726.599
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen   27.00424.950
Vorratsbestände beim Kunden   02.655
    43.02154.204
in Tausend EUR Anhang 2017 2016
Materialaufwand 3 115.349 104.836
Erfolgswirksam erfasste Wertaufholungen des Geschäftsjahres 3 -6.947 -16.525
    108.402 88.311
Abschreibungen auf Vorräte im Geschäftsjahr 3 2.611 0
Vorräte bewertet zum Nettoveräußerungswert   4.316 7.304

Die erfolgswirksam erfassten Wertaufholungen der Geschäftsjahre 2017 und 2016 betreffen im Wesentlichen Vorräte, die zuvor auf ihren Nettoveräußerungserlös abgeschrieben wurden und die in späteren Perioden verkauft wurden.

17. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

in Tausend EUR 2017 2016
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.528 61.514
Wertberichtigungen -239 -1.293
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - netto 19.289 60.221
Aktive Rechnungsabgrenzung 501 1.288
Erstattung von Forschungs- und Entwicklungskosten 783 218
Geleistete Anzahlungen an Lieferanten 86 323
Umsatzsteuererstattungsansprüche 2.706 1.932
Sonstige Forderungen 741 1.043
Summe sonstige Vermögenswerte 4.817 4.804
Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögenswerte 24.106 65.025

Die Zuführung zu den Wertberichtigungen auf Forderungen wird in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen; die Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die Wertberichtigungen haben sich wie folgt entwickelt:

in Tausend EUR 2017 2016
Wertberichtigungen zum 1. Januar 1.293 2.410
Währungsdifferenzen -35 0
Realisierte Verluste aus Wertminderungen 256 405
Inanspruchnahme 0 -1.353
Wertaufholungen -1.275 -169
Wertberichtigungen zum 31. Dezember 239 1.293

Altersstruktur von überfälligen, aber nicht wertgeminderten Forderungen

in Tausend EUR 2017 2016
1 - 90 Tage überfällig 2.388 2.524
Mehr als 90 Tage überfällig 462 5.046

Aufgrund der weltweiten geografischen Streuung ist das Kreditrisiko für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen diversifiziert. Der Konzern verlangt generell keine Sicherheiten für finanzielle Vermögenswerte. Jedoch werden, wie im Handel mit Investitionsgütern üblich, beim Verkauf von Anlagen in der Regel unwiderrufliche Akkreditive und Anzahlungen eingefordert, um das Kreditrisiko zu verringern.

Am Bilanzstichtag hatte der ausstehende Nettoforderungsbestand in Höhe von TEUR 19.289 eine durchschnittliche Laufzeit von 33 Tagen (2016: TEUR 60.221, 28 Tage).

Vom Gesamtbetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfielen zum Bilanzstichtag auf keinen Kunden mehr als 10% der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. In 2016 entfielen auf einen Kunden mehr als 17% der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Bei der Ermittlung des Konzentrationsrisikos werden verschiedene Handelspartner zusammengefasst, wenn es sich dabei um zusammenhängende Unternehmen handelt.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Stichtag überfällige Forderungen, für die keine Risikovorsorge getroffen wurde, in Höhe von TEUR 2.850 (2016: TEUR 7.570) enthalten. Obwohl die jeweiligen Forderungssalden nicht gesichert sind, sind nach Einschätzung der Gesellschaft diese Beträge im vollen Umfang einbringlich, da keine wesentliche Verschlechterung der Kreditfähigkeit eingetreten ist.

Bei der Bestimmung von möglicherweise wertgeminderten finanziellen Vermögenswerten berücksichtigt der Konzern die Wahrscheinlichkeit der Einbringlichkeit auf der Grundlage von Überfälligkeiten bestimmter Forderungen. Weiterhin wird eine Beurteilung der Fähigkeit aller Vertragspartner, ihren Verpflichtungen nachzukommen, vorgenommen.

18. SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

Bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 20.000 (2016: TEUR 40.021 ) handelt es sich um Festgeldanlagen bei Banken mit einer Laufzeit von mehr als 3 Monaten bei Vertragsabschluss.

Die Analyse der Laufzeiten von Festgeldern zum 31. Dezember 2017 und 2016 stellt sich wie folgt dar:

in Tausend EUR 2017 2016
Festgelder mit einer Laufzeit zwischen 181 und 365 Tagen 20.000 40.021
  20.000 40.021

19. LIQUIDE MITTEL

in Tausend EUR 2017 2016
Kassenbestand 2 3
Guthaben bei Kreditinstituten 226.524 120.028
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 226.526 120.031

Liquide Mittel beinhalten kurzfristige Festgeldanlagen mit einer Laufzeit von 3 Monaten oder weniger bei Vertragsabschluss. Der Buchwert entspricht dem beizulegenden Zeitwert.

Guthaben bei Kreditinstituten waren weder zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres noch des Vorjahres als Sicherheit hinterlegt.

20. EIGENKAPITAL

GEZEICHNETES KAPITAL

in Euro 2017 2016
Stand am 1. Januar 112.804.105 112.720.355
Kapitalerhöhung 120.625 83.750
Gezeichnetes und eingezahltes Kapital (inklusive eigener Anteile) am 31. Dezember 112.924.730 112.804.105
Abzüglich der eigenen Anteile -1.122.358 -1.146.952
Gezeichnetes und eingezahltes Kapital nach IFRS am 31. Dezember 111.802.372 111.657.153

Das Grundkapital der Gesellschaft setzt sich ausschließlich aus nennwertlosen Stückaktien zusammen und war sowohl im Geschäfts- als auch im Vorjahr vollständig eingezahlt. Jede Stückaktie entspricht einem rechnerischen Anteil von EUR 1,00 am Grundkapital.

GENEHMIGTE ANTEILE

Die genehmigten Anteile beliefen sich inklusive Grundkapital, genehmigtem und bedingtem Kapital auf EUR 176.224.621 (2016: EUR 218.771.106).

KAPITALRÜCKLAGE

Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen Aufgelder aus Kapitalerhöhungen sowie den kumulierten Personalaufwand aus den Aktienoptionsprogrammen.

In den Geschäftsjahren 2017 und 2016 wurden Aktien ausschließlich aufgrund der Ausübung von Aktienoptionen ausgegeben.

Das in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals dargestellte Kapital entspricht dem durch den Konzern gemanagten Kapital. Der Konzern betrachtet die Kapitalausstattung als angemessen.

IM SONSTIGEN ERGEBNIS ERFASSTE ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN

Die im sonstigen Ergebnis erfassten Erträge und Aufwendungen sind in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung dargestellt.

Der Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung umfasst alle Differenzen aus der Umrechnung der Jahresabschlüsse ausländischer Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden Aufwendungen aus der Umbewertung von leistungsorientierten Plänen in Höhe von TEUR 89 im sonstigen Ergebnis erfasst (2016: TEUR 186, 2015: TEUR 0).

Aufgrund der Liquidierung der AIXTRON AB im Geschäftsjahr 2016 wurde ein Währungsverlust in Höhe von TEUR 1.568 (2015: TEUR 0, 2017 TEUR: 0) aus dem Sonstigen Gesamtergebnis in den Konzernverlust umgegliedert.

21. ERGEBNIS JE AKTIE

UNVERWÄSSERTES ERGEBNIS JE AKTIE

Zur Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Berichtzeitraums in Umlauf befindlichen Stammaktien zugrunde gelegt.

VERWÄSSERTES ERGEBNIS JE AKTIE

Die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien sowie der Stammaktien mit eventuellem Verwässerungseffekt aus der Ausübung von Aktienoptionen im Rahmen des Aktienoptionsprogramms.

  20172016 2015
Ergebnis je Aktie    
Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag, der den Gesellschaftern der
AIXTRON SE zurechenbar ist, in TEUR
6.528-24.017 -29.160
Gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien zum Zweck
der Berechnung des Ergebnis des Aktie
111.688.876111.618.282 111.583.480
Unverwässertes Ergebnis je Aktie in (EUR) 0,06-0,22 -0,26
Verwässertes Ergebnis je Aktie
Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag, der den Gesellschaftern der
AIXTRON SE zurechenbar ist, in TEUR
6.528-24.017 -29.160
Gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien zum Zweck
der Berechnung des Ergebnis des Aktie
111.690.533111.583.480 112.107.905
Verwässerungseffekt von Aktienoptionen 00 0
Gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien zum Zweck
der Berechnung des Ergebnis des Aktie (verwässert)
111.690.533111.583.480 112.107.905
Verwässertes Ergebnis je Aktie in (EUR) 0,06-0,22 -0,26

Nachstehende ausgegebene Wertpapiere wurden bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie nicht berücksichtigt, da ihr Effekt der Verwässerung entgegenwirken würde:

Anzahl der Aktien 20172016 2015
Aktienoptionen 1.533.7652.317.790 2.891.815

22. LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER

BEITRAGSORIENTIERTE PLÄNE

Der Konzern gewährt ihren berechtigten Arbeitnehmern Zuschüsse zu Altersversorgungsmaßnahmen im Rahmen von verschiedenen beitragsorientierten Pensionsplänen. Die im Rahmen dieser Verträge anfallenden Aufwendungen entfallen im Wesentlichen auf zwei Pensionspläne bei Tochtergesellschaften. Die einzuzahlenden Beträge übersteigen üblicherweise 10% des Grundgehalts der teilnahmeberechtigten Mitarbeiter nicht. Im Geschäftsjahr 2017 belief sich der Aufwand aus Beitragszahlungen im Rahmen von beitragsorientierten Plänen auf TEUR 1.119 (2016: TEUR 1.454, 2015: TEUR 1.274).

Zusätzlich zu diesen Altersvorsorgemaßnahmen ist der Konzern in den meisten Ländern, in denen er tätig ist, verpflichtet, Beiträge in staatliche Rentenversicherungssysteme zu leisten. Dabei ist ein bestimmter Prozentsatz der Lohn- und Gehaltskosten als Beitrag zu zahlen. Die Verpflichtung des Konzerns besteht allein in der Zahlung der Beiträge.

23. AKTIENBASIERTE VERGÜTUNGEN

Der Konzern verfügt über verschiedene Aktienoptionsprogramme, nach denen Stammaktien an Vorstandsmitglieder, Führungskräfte und Mitarbeiter der Gesellschaft ausgegeben werden können.

AIXTRON AKTIENOPTIONSPROGRAMM 2007

Im Mai 2007 wurden 3.919.374 Aktienoptionen zum Ankauf von Stammaktien ausgegeben. Die Hälfte der zugeteilten Aktienoptionen kann dabei nach einer Wartezeit von mindestens zwei Jahren ausgeübt werden, weitere 25% nach mindestens drei Jahren und die verbleibenden 25% nach mindestens vier Jahren. Die Optionen verfallen zehn Jahre nach Gewährung. Gemäß den Bedingungen des Programms von 2007 werden die Optionen zu einem Preis in Höhe des durchschnittlichen Schlusskurses der letzten 20 Handelstage an der Frankfurter Wertpapierbörse vor dem Gewährungstag zuzüglich 20% gewährt. Insgesamt waren am 31. Dezember 2017 825.365 Optionen für den Kauf von ebenso vielen Stammaktien im Rahmen dieses Programms im Umlauf.

AIXTRON AKTIENOPTIONSPROGRAMM 2012

Im Mai 2012 wurden Aktienoptionen zum Ankauf von Stammaktien ausgegeben. Die zugeteilten Aktienoptionen können dabei nach einer Wartezeit von mindestens vier Jahren ausgeübt werden. Die Optionen verfallen zehn Jahre nach Gewährung. Gemäß den Bedingungen des Programms von 2012 werden die Optionen zu einem Preis in Höhe des durchschnittlichen Schlusskurses der letzten 20 Handelstage an der Frankfurter Wertpapierbörse vor dem Gewährungstag zuzüglich 30% gewährt. Insgesamt waren am 31. Dezember 2017 708.400 Optionen für den Kauf von ebenso vielen Stammaktien im Rahmen dieses Programms im Umlauf.

ZUSAMMENFASSUNG DER AKTIENOPTIONSGESCHÄFTE

AIXTRON AKTIENOPTIONEN

AIXTRON Aktienoptionen Anzahl der Aktien Durchschnittlicher Ausübungspreis (EUR) Anzahl der Aktien Durchschnittlicher Ausübungspreis (EUR)
  2017 2016
Stand am 1. Januar 2.317.790 16,60 2.891.815 16,67
Im Berichtsjahr ausgeübt 120.625 4,21 83.750 4,21
Im Berichtsjahr verwirkt 663.400 10,54 490.275 19,13
Ausstehend am Periodenende 1.533.765 19,77 2.317.790 16,60
Ausübbar am Periodenende 825.365 25,44 1.008.140 23,24

AIXTRON AKTIENOPTIONEN AM 31. DEZEMBER

 Ausübungspreis (EUR) Anzahl der potenziellen Aktien aus ausstehenden Optionen Anzahl der auf ausübbare Optionen entfallenden Aktien Durchschnittliche Restlaufzeit (in Jahren)
20084,17 2.590 2.590 1,0
200924,60 392.325 392.325 2,0
201026,60 422.450 422.450 3,0
201112,55 8.000 8.000 4,0
201414,01 21.000 0 7,0
201413,14 687.400 0 7,0
1.533.765 825.365

BEWERTUNGSANNAHMEN ZUR ERMITTLUNG DER ZEITWERTE DER AKTIENOPTIONEN UND DES AUFWANDS AUS AKTIENOPTIONEN

Der beizulegende Zeitwert von Personalleistungen wird mit dem Zeitwert der im Gegenzug für die erbrachte Leistung gewährten Aktienoptionen bewertet. Der Zeitwert der Aktienoptionen wird anhand eines mathematischen Modells ermittelt.

Im Geschäftsjahr 2017 ergab sich ein Personalaufwand aus allen anteilsbasierten Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente in Höhe von TEUR 257 (2016: TEUR 753, 2015: TEUR 991).

Zum 31. Dezember 2017 ist für die zu diesem Zeitpunkt noch ausstehenden Optionen Aufwand in Höhe von TEUR 631 noch nicht erfasst. Dieser Aufwand wird im Geschäftsjahr 2018 als Personalaufwand erfasst werden.

24. RÜCKSTELLUNGEN

Entwicklung und Zusammensetzung der Rückstellungen:

in Tausend EUR 01.01.2017 Wechsel.
kurs-
In-
anspruch-
nahme
Auflösung Zuführung 31.12.2017 kurzfristig langfristig
Personal 5.924 -182 3.021 1.970 5.295 6.046 6.046 0
Gewährleistungen 5.947 -65 4.850 697 7.248 7.583 6.179 1.404
Drohverlust 693 -4 234 56 6 405 405 0
Provisionen 123 -7 0 119 143 140 140 0
Sonstige 5.599 -182 2.164 904 6.194 8.543 8.323 220
Summe 18.286 -440 10.269 3.746 18.886 22.717 21.093 1.624

PERSONALRÜCKSTELLUNGEN

Die Personalrückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaub, Gehaltskosten und Abfindungen als finanzielle Verbindlichkeiten.

DROHVERLUSTRÜCKSTELLUNGEN

Die Drohverlustrückstellungen beinhalten Rückstellungen im Zusammenhang mit vertraglichen Vereinbarungen, bei denen die unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung den zu erwartenden wirtschaftlichen Nutzen des Vertrages übertreffen. Dies betrifft im Wesentlichen Abnahmeverpflichtungen von Materialen, die über dem prognostizierten zukünftigen Bedarf liegen.

PROVISIONEN

Provisionen werden an Vertriebspartner gezahlt und werden als finanzielle Verbindlichkeiten erfasst.

GEWÄHRLEISTUNGEN

Unter den Gewährleistungen werden die während der normalen Gewährleistungsfrist geschätzten, unvermeidbaren Kosten für Lieferung von Ersatzteilen und Serviceleistungen erfasst.

SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen die geschätzten Aufwendungen für empfangene Dienstleistungen.

Es wird erwartet, dass sowohl zum 31. Dezember 2017 als auch zum 31. Dezember 2016 die kurzfristigen Rückstellungen innerhalb eines Jahres und die langfristigen Rückstellungen innerhalb des zweiten Jahres nach dem jeweiligen Bilanzstichtag in Anspruch genommen werden.

25. VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN

Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

in Tausend EUR 2017 2016
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.265 14.593
Sonstige Verbindlichkeiten aus Zuschüssen 1.862 1.142
Verbindlichkeiten Lohn- und Kirchensteuer, Sozialversicherung 1.122 626
Verbindlichkeiten Umsatzsteuer 525 189
Sonstige Verbindlichkeiten 12.369 401
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 15.878 2.358
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 30.143 16.951

Der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht annähernd ihrem Zeitwert. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Zuschüssen, Steuern und sonstige Verbindlichkeiten haben in der Regel ein Zahlungsziel von 90 Tagen nach Eingang der betreffenden Ware oder Erhalt der Dienstleistung. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten in Höhe von TEUR 9.063 Verbindlichkeiten gegenüber den Lieferanten von Eugenus Inc. (s. Anmerkung 5) sowie TEUR 2.664 rückzahlbare Kundenanzahlungen.

26. FINANZINSTRUMENTE

Näheres zu den wesentlichen Rechnungslegungsgrundsätzen und -methoden, die als Bewertungsgrundlagen zur Erstellung des Jahresabschlusses angewandt wurden, und die sonstigen Rechnungslegungsgrundsätze, die relevant für das Verständnis des Abschlusses sind, sind aus Anmerkung 2 ersichtlich.

ZIELE DES KREDITRISIKOMANAGEMENTS

Der Konzern versucht, die Effekte aus allen Risiken, die aufgrund von finanziellen Transaktionen auftreten könnten, zu minimieren. Wichtigste Aspekte sind dabei die Aufdeckung der Liquiditäts-, Kredit-, Zins- und Währungsrisiken, die sich aus der laufenden Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ergeben können.

Das zentrale Management des AIXTRON Konzerns koordiniert den Zugang zu nationalen und internationalen Finanzinstitutionen. Darüber hinaus überwacht und verwaltet es mittels interner Risikoberichte die finanziellen Risiken im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft. Das Berichtswesen analysiert die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Ausmaß der jeweiligen Risiken. Diese Risiken umfassen alle Aspekte des Unternehmens, einschließlich der finanziellen Risiken. Das Risikomanagement-System entspricht den Empfehlungen zur Unternehmensführung, wie sie im Deutschen Corporate Governance Kodex spezifiziert sind.

LIQUIDITÄTSRISIKEN

Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass der Konzern nicht in der Lage ist, seinen bestehenden oder zukünftigen Verpflichtungen aufgrund mangelnder Verfügbarkeit von flüssigen Mitteln nachzukommen. Die Steuerung von Liquiditätsrisiken ist eine der zentralen Aufgaben der AIXTRON SE. Auf der Grundlage einer regelmäßigen Finanz- und Liquiditätsplanung werden die Zahlungsfähigkeit und die damit verbundene Flexibilität der Gesellschaft jederzeit sichergestellt.

Zum 31. Dezember 2017 hatte der Konzern keine Bankverbindlichkeiten (2016: TEUR 0). Finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 30.143 (2016: TEUR 16.951) bestanden aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Verbindlichkeiten, die alle innerhalb eines Jahres fällig sind. Diese sind zusammen mit einer Analyse der Laufzeiten aus Anmerkung 25 ersichtlich.

Zum 31. Dezember 2017 hielt der Konzern TEUR 226.526 an liquiden Mitteln (2016: TEUR 120.031) sowie Festgelder bei Banken in Höhe von TEUR 20.000 (2016: TEUR 40.021).

BONITÄTSRISIKO

Finanzielle Vermögenswerte, die einem allgemeinen Bonitätsrisiko ausgesetzt sind, sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie liquide Mittel und sonstige finanzielle Vermögenswerte in Form von Festgeldern.

Der Konzern hält seine liquiden Mittel bei Banken mit einer guten Bonität. Das zentrale Management der Gesellschaft führt eine Risikoeinschätzung für jedes Finanzinstitut durch, mit dem Geschäftsbeziehungen unterhalten werden, und setzt auf dieser Grundlage Kreditlinien bei den einzelnen Finanzinstituten fest. Zur Minimierung des Ausfallrisikos und Steuerung von Risikokonzentrationen werden diese Kreditlinien von Zeit zu Zeit einer Prüfung unterzogen.

Das maximale Engagement der Gesellschaft im Hinblick auf das Kreditrisiko ist der Gesamtbetrag der Forderungen, Finanzanlagen und Barguthaben, wie sie in den Anmerkungen 17, 18 und 19 beschrieben werden.

Forderungen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, können wie in Anmerkung 26 beschrieben, maximal bis zu ihrem beizulegenden Zeitwert auf das Kreditrisiko angerechnet werden. Es werden keine Derivate oder ähnliche Instrumente zur Reduzierung des Kreditrisikos eingesetzt und es hat keine einfache oder kumulative Veränderung des beizulegenden Zeitwertes im Geschäftsjahr gegeben, die dem Kreditrisiko zurechenbar wäre.

MARKTRISIKO

Durch seine Geschäftsaktivitäten ist der Konzern Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Zinsänderungsrisiken sind als nicht wesentlich einzustufen, da der Konzern nur in geringer Höhe Zinserträge erwirtschaftet. Der Konzern verwendet keine derivativen Finanzinstrumente, um Zinsrisiken zu steuern. Termingelder werden bei den Banken des Unternehmens zu den üblichen Marktzinssätzen abgeschlossen, die bei der Anlage der Mittel für den jeweiligen Zeitraum und die Währung gültig sind. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich in der Einschätzung, Bewertung und Steuerung von Marktrisiken keine wesentlichen Änderungen ergeben.

FREMDWÄHRUNGSRISIKEN

Zur Absicherung des Wechselkursrisikos verwendet der Konzern verschiedene Arten von derivativen Finanzinstrumenten. Dies umfasst auch Devisentermingeschäfte zur Absicherung des Wechselkursrisikos aus dem Export von Anlagen. Die wesentlichen Risiken für den Konzern ergeben sich aus Wechselkursschwankungen zwischen Euro, US-Dollar und GB-Pfund.

Die Buchwerte der zum Stichtag in Fremdwährung ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

in Tausend EUR Verbindlichkeiten  Vermögenswerte 
  2017 2016 2017 2016
US-Dollar -20.534 -29.040 109.889 67.935
GB-Pfund -958 -974 4.064 10.556

Wechselkursrisiken werden regelmäßig überprüft und vom Konzern durch Sensitivitätsanalysen überwacht.

FREMDWÄHRUNGSSENSITIVITÄTSANALYSE

Der Konzern ist durch seine weltweiten Aktivitäten hauptsächlich dem Wechselkursrisiko durch US-Dollar und Pfund Sterling ausgesetzt.

Die folgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Unternehmens für den Fall einer 10%igen Wertänderung des Euros gegenüber dem US-Dollar. Eine positive Zahl weist auf einen Anstieg des Jahresergebnisses und des Eigenkapitals, eine negative Zahl auf einen Rückgang des Jahresergebnisses und des Eigenkapitals hin.

Wertanstieg des Euro um 10% USD Währungseffekt
in Tausend EUR 2017 2016
Gewinn oder Verlust -3.102 -1.549
Sonstiges Ergebnis -251 -2.361
Wertverlust des Euro um 10% USD Währungseffekt
in Tausend EUR 2017 2016
Gewinn oder Verlust 3.102 1.579
Sonstiges Ergebnis 251 2.361

Die Sensitivitätsanalyse repräsentiert ausschließlich das Wechselkursrisiko zum Bilanzstichtag. Sie ermittelt sich aus einer 10%igen Neubewertung der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, welche zum 31. Dezember auf US-Dollar lauten. Die Sensitivitätsanalyse beschreibt den Effekt, der sich aus einer 10%igen Abweichung des am Bilanzstichtag gültigen Wechselkurses ergibt. Sie gibt nicht den Effekt einer nachhaltigen 10%igen Veränderung der Wechselkurse über das gesamte Geschäftsjahr wieder.

BEIZULEGENDER ZEITWERT

Liquide Mittel, Kredite und Forderungen und bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Schulden werden beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. In der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte" sind abgegrenzte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Diese resultieren aus der Differenz zwischen der Bewertung zum beizulegendem Zeitwert der Umsätze (Anmerkung 3) und dem in Rechnung gestellten Betrag. Der beizulegende Zeitwert entspricht Stufe 2 in der Hierarchie der Bewertung des beizulegenden Zeitwerts.

Die in der Bilanz ausgewiesenen beizulegenden Zeit- und Buchwerte der Finanzinstrumente werden in den folgenden Tabellen dargestellt. Finanzielle Vermögenswerte sind in Kategorien eingeteilt:

FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE 2017

in Tausend EUR Liquide Mittel Kredite und Forderungen Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanz-investitionen Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert Gesamtbuchwerte und beizulegende Zeitwerte
  Fortgeführte
Anschaffungs-
kosten
Fortgeführte
Anschaffungs-
kosten
Fortgeführte
Anschaffungs-
kosten
Beizulegender Zeitwert  
Liquide Mittel 226.526 0 0 0 226.526
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 0 0 20.000 0 20.000
Sonstige langfristige Vermögenswerte 0 391 0 0 391
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 18.782 0 507 19.289
Gesamt 226.526 19.173 20.000 507 266.206
Fortgeführte Anschaffungskosten 226.526 19.173 20.000 265.699
Beizulegender Zeitwert 507 507

FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN 2017

in Tausend EUR Liquide Mittel Kredite und Forderungen Sonstige Verbindlich-keiten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert Gesamtbuchwerte und beizulegende Zeitwerte
  Fortgeführte
Anschaffungs-
kosten
Fortgeführte
Anschaffungs-
kosten
Fortgeführte
Anschaffungs-
kosten
Beizulegender Zeitwert  
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 14.265 0 14.265
Erhaltene Anzahlungen (nicht im Anwendungsbereich von IFRS 7) 0 0 30.266 0 30.266
Gesamt 0 0 44.531 0 44.531
Fortgeführte Anschaffungskosten 0 0 44.531 0 44.531
Beizulegender Zeitwert 0 0

FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE 2016

in Tausend EUR Liquide Mittel Kredite und Forderungen Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanz-investitionen Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert Gesamtbuchwerte und beizulegende Zeitwerte
  Fortgeführte
Anschaffungs-
kosten
Fortgeführte
Anschaffungs-
kosten
Fortgeführte
Anschaffungs-
kosten
Beizulegender Zeitwert
Liquide Mittel 120.031 0 0 0 120.031
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 0 0 40.021 0 40.021
Sonstige langfristige Vermögenswerte 0 544 0 0 544
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 59.820 0 401 60.221
Gesamt 120.031 60.364 40.021 401 220.817
Fortgeführte Anschaffungskosten 120.031 60.364 40.021 220.416
Beizulegender Zeitwert 401 401

FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN 2016

in Tausend EUR Liquide Mittel Kredite und Forderungen Sonstige Verbindlichkeiten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert Gesamtbuchwerte und beizulegende Zeitwerte
  Fortgeführte
Anschaffungs-
kosten
Fortgeführte
Anschaffungs-
kosten
Fortgeführte
Anschaffungs-
kosten
Beizulegender Zeitwert
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 14.593 0 14.593
Erhaltene Anzahlungen (nicht im Anwendungsbereich von IFRS 7) 0 0 26.146 0 26.146
Gesamt 0 0 40.739 0 40.739
Fortgeführte Anschaffungskosten 0 0 40.739 0 40.739
Beizulegender Zeitwert 0 0 0 0

FORDERUNGEN UND VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Bei Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, entspricht der beizulegende Zeitwert dem Buchwert.

27. OPERATING LEASING

LEASINGVERHÄLTNISSE ALS LEASINGNEHMER

Die Leasingzahlungen im Rahmen unkündbarer Operating-Leasingverhältnisse haben folgende Fälligkeiten:

in Tausend EUR  
Bis zu einem Jahr 1.165
Nach einem Jahr bis zu fünf Jahren 2.194
Nach fünf Jahren 395
3.754

Der Konzern mietet bestimmte Büro- und Produktionsgebäude, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Fahrzeuge im Rahmen verschiedener Operating-Leasing-Vereinbarungen. Für den wesentlichen Teil der Leasingvereinbarungen über Büro- und Produktionsgebäude bestehen Mietverlängerungsoptionen seitens der Gesellschaft. Die Leasingvereinbarungen haben in der Regel eine Laufzeit zwischen einem und 15 Jahren. In keinem der Leasingverhältnisse sind bedingte Mietzahlungen vorgesehen.

Die gesamten Aufwendungen für Leasingverträge beliefen sich auf TEUR 3.827, TEUR 3.923 bzw. TEUR 4.520 für die Geschäftsjahre 2017, 2016 bzw. 2015.

28. SONSTIGE VERPFLICHTUNGEN

in Tausend EUR 20172016
Verpflichtungen aus Investitionen 1.7501.671
Sonstiges Bestellobligo 63.56930.364
Summe Sonstige Verpflichtungen 65.31932.035

29. EVENTUALSCHULDEN

Im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs ist der Konzern gelegentlich Partei in Rechtsstreitigkeiten oder kann mit Klagen bedroht werden. Der Vorstand analysiert diese Sachverhalte regelmäßig unter Berücksichtigung aller Möglichkeiten einer Abwendung und der Abdeckung möglicher Schäden durch Versicherungen und bildet, wenn nötig, angemessene Rückstellungen. Es wird nicht erwartet, dass derartige Sachverhalte einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage haben werden.

30. BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

IDENTITÄT VON NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Zu den nahestehenden Personen der Gesellschaft gehören die Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder.

VERGÜTUNG DES VORSTANDS UND AUFSICHTSRATS

Die gemäß IAS 24 angabepflichtige Vergütung des Managements in Schlüsselpositionen des Konzerns umfasst die Vergütung des Vorstands und Aufsichtsrats.

Die Mitglieder des Vorstands wurden wie folgt vergütet:

in Tausend EUR201720162015
 
Kurzfristig fällige Leistungen1.2961.0561.041
Aktienbasierte Vergütung5900
1.3551.0561.041

Die Angabe der aktienbasierten Vergütung bezieht sich auf den beizulegenden Zeitwert von Aktienoptionen zum Zeitpunkt der Gewährung sowie die in Aktien zu vergütende Tantiemeanteile für das Geschäftsjahr.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden wie folgt vergütet:

in Tausend EUR201720162015
 
Fixe Vergütung (einschl. Sitzungsgeld)333449303
333449303

Zur Individualisierung sowie weiteren Details der Bezüge der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder vgl. die Ausführungen im Vergütungsbericht, der integraler Bestandteil des Konzernlageberichts ist.

31. KONZERNUNTERNEHMEN

Die AIXTRON SE übt einen beherrschenden Einfluss auf folgende Tochtergesellschaften aus:

    Anteile am Kapital in %
    2017 2016
AIXTRON, Inc. USA 100 100
AIXTRON Ltd. England & Wales 100 100
AIXTRON Korea Co. Ltd. Südkorea 100 100
AIXTRON Taiwan Co. Ltd. Taiwan 100 100
AIXTRON KK Japan 100 100
AIXTRON China Ltd. P.R. China 100 100
APEVA SE Deutschland 100 N.A.
APEVA Co Ltd Südkorea 100 N.A.

Alle Konzernunternehmen sind als Zulieferer von Maschinen für die Halbleiterindustrie tätig. Die Entwicklung und Fertigung der Maschinen erfolgt durch die Gesellschaften in Deutschland und England. Service und Vertrieb wird an allen Standorten angeboten.

32. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Es liegen keine Erkenntnisse über wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag vor, die zu einer anderen Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens führen würden.

33. ABSCHLUSSPRÜFERHONORAR

Das im Konzernabschluss als Aufwand erfasste Abschlussprüferhonorar für die weltweit beauftragten Gesellschaften des Deloitte-Netzwerks beträgt:

in Tausend EUR 2017 2016
für die Abschlussprüfung 483 857
für sonstige Bestätigungsleistungen 28 10
für Steuerberatungsleistungen 103 135
für sonstige Leistungen 6 6
620 1.008

Davon entfallen auf den Konzernabschlussprüfer Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf TEUR 362 für die Abschlussprüfung (2016: TEUR 697), TEUR 28 für sonstige Bestätigungsleistungen (2016: TEUR 10), TEUR 47 für Steuerberatungsleistungen (2016: TEUR 45) und TEUR 6 für sonstige Leistungen (2016: TEUR 6).

Die Honorare für sonstige Bestätigungsleistungen enthalten Honorare für Prüfungen nach EEG, KWKG und dem nichtfinanziellen Konzernbericht. Die Steuerberatungsleistungen sind überwiegend im Zusammenhang mit einer Betriebsprüfung in Deutschland und dem Verkauf der ALD/CVD Produktlinie in den USA angefallen. Die sonstigen Leistungen enthalten Honorare im Zusammenhang mit GoBD Beratungsleistungen.

34. PERSONALBESTAND

Der durchschnittliche Personalbestand entwickelte sich wie folgt:

MITARBEITER NACH FUNKTIONSBEREICHEN (JAHRESDURCHSCHNITT)

  2017 2016
Vertrieb und Service 52 59
Forschung und Entwicklung 240 252
Produktion 284 314
Verwaltung 86 82
Arbeitnehmer (§ 314 HGB) 662 707
Vorstände 2 2
664 709
Auszubildende 12 12
Summe Mitarbeiter 676 721

35. AUFSICHTSRAT UND VORSTAND

Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2017 die folgenden Mitglieder an:

  • Kim Schindelhauer

    Hamburg / Kaufmann / Vorsitzender des Aufsichtsrats seit 2002 bis 28. Februar 2017 und seit 1. September 2017

  • Prof. Dr. Wolfgang Blättchen

    Leonberg / Unternehmensberater, Leonberg / Mitglied des Aufsichtsrats seit 1998 / stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats seit 2013 bis 28. Februar 2017 und seit 1. September 2017 / Vorsitzender des Aufsichtsrats vom 1. März 2017 bis 31. August 2017

    • Mitgliedschaft in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien:
      • Pfisterer Holding AG, Winterbach – Aufsichtsratsvorsitzender
      • FAS AG, Stuttgart – Aufsichtsratsmitglied (bis Juli 2017)
  • Prof. Dr. Rüdiger von Rosen

    Frankfurt/Main / Geschäftsführer der Sino-German M&A Service GmbH / Mitglied des Aufsichtsrats seit 2002

    • Mitgliedschaft in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien:
      • ICF Kursmakler AG, Frankfurt/Main – stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender
      • Paladin Asset Management Investment AG, Hannover – Aufsichtsratsvorsitzender
  • Prof. Dr. Petra Denk

    Unterschleißheim / Professorin für Betriebs- und Energiewirtschaft / Mitglied des Aufsichtsrats seit 2011

    • Mitgliedschaft in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien:
      • Pfisterer Holding AG, Winterbach – Aufsichtsratsmitglied
  • Dr. Andreas Biagosch

    München / Geschäftsführer der Impacting I GmbH & Co KG, Oberhaching / Mitglied des Aufsichtsrats seit 2013

    • Mitgliedschaft in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien:
      • Lürssen Maritime Beteiligungen, Bremen – Beiratsmitglied
      • Ashok Leyland Limited, Chennai/Indien – Non-Executive Director
      • Wacker Chemie AG, München – Aufsichtsratsmitglied
      • Hinduja Leyland Finance Limited, Chennai/Indien – Non-Executive Director
      • Athos Service GmbH, München – Mitglied des Beirats (seit September 2017)
  • Dr. Ing. Martin Komischke

    Morgarten/Schweiz / Präsident des Verwaltungsrats der HOERBIGER Holding AG, Zug/Schweiz / Mitglied des Aufsichtsrats seit Mai 2013

    • Mitgliedschaft in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien:
      • VAT Group AG, Haag, Schweiz – Präsident des Verwaltungsrats

Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember folgende Vorstandsmitglieder:

  • Dr. Bernd Schulte

    Aachen, Physiker, Vorstandsmitglied seit 2002

  • Dr. Felix Grawert

    Aachen, Dipl.Ing, Vorstandsmitglied seit 14. August 2017

Im Geschäftsjahr ausgeschiedene Vorstandsmitglieder:

  • Kim Schindelhauer

    Hamburg, Kaufmann, Vorstandssprecher (Vorsitzender) und Finanzvorstand vom 1. März 2017 bis 31. August 2017

  • Martin Goetzeler

    Aachen, Kaufmann, Vorstandssprecher (Vorsitzender) und Finanzvorstand bis 28. Februar 2017

36. WESENTLICHE RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDLAGEN UND SCHLÜSSELQUELLEN VON SCHÄTZUNGEN UND UNSICHERHEITEN

Im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses ist es erforderlich, dass durch das Management Schätzungen vorgenommen sowie Annahmen getroffen werden, wodurch die Höhe der berichteten Beträge und die diesbezüglichen Anhangsangaben beeinflusst werden. Alle Schätzungen und Annahmen werden nach bestem Wissen und Gewissen getroffen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zu vermitteln. Ermessensausübungen des Vorstands im Rahmen der Anwendung der IFRS haben bedeutenden Einfluss auf die nachfolgend beschriebenen Rechnungslegungssachverhalte, die einen wesentlichen Effekt auf den Konzernabschluss haben.

UMSATZREALISIERUNG

Die Umsatzrealisierung für Anlagenlieferungen an Kunden erfolgt im Allgemeinen in zwei Schritten. Ein Teil des Umsatzes wird dabei mit Lieferung der Anlage, der andere Teil nach der Installation und Kundenabnahme vor Ort realisiert (siehe Anmerkung 2 (N)). Auf der Grundlage von Erfahrungswerten geht der Konzern davon aus, dass diese Methode geeignet ist, die Umsatzerlöse ordnungsgemäß darzustellen. Die durch den Vorstand getroffenen Annahmen beinhalten auch eine Einschätzung, ab welchem Zeitpunkt im Wesentlichen alle Risiken und Chancen aus dem Eigentum an den Kunden übergegangen sind.

BEWERTUNG VON VORRÄTEN

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Im Rahmen dieser Bewertung sind Annahmen bezüglich veralteter Materialien zu treffen. Dabei sind Schätzungen bezüglich der prognostizierten Produktnachfrage sowie der Preisentwicklung vorzunehmen, welche wesentlichen Änderungen unterliegen können. Der Buchwert der Vorräte ist in Anmerkung 16 dargestellt.

Wie in Anmerkungen 3 und 16 erläutert, entstanden dem Unternehmen in den Jahren 2017, 2016 und 2015 Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.611, TEUR 0 bzw. TEUR 4.141, die im Wesentlichen aus Änderungen früherer Annahmen bezüglich des Nettoveräußerungswerts sowie überschüssiger und veralteter Vorräte resultieren. In zukünftigen Perioden könnten Wertminderungen aufgrund unterschiedlicher Faktoren notwendig sein. Darunter fallen beispielsweise eine rückläufige Produktnachfrage, technologische Überalterung zurückzuführen auf neue Produkte und technologischen Fortschritt oder Veränderungen im wirtschaftlichen Umfeld, die Einfluss auf die Marktpreise der Produkte des Unternehmens haben könnten. Diese Einflussfaktoren können in zukünftigen Perioden zu einer Anpassung der Bewertung der Vorräte führen und einen wesentlichen Einfluss auf die Ertragslage des Unternehmens haben.

ERTRAGSTEUERN

Zu jedem Bilanzstichtag beurteilt der Konzern, ob die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile für den Ansatz aktiver latenter Steuern hinreichend wahrscheinlich ist. Dies erfordert vom Management eine Schätzung der künftig zur Verfügung stehenden zu versteuernden Einkommen. Die ausgewiesenen latenten Steuerforderungen könnten sich verringern, falls die Schätzungen der geplanten steuerlichen Einkommen gesenkt werden oder falls Änderungen der aktuellen Steuergesetzgebung die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile zeitlich oder bezüglich des Umfangs beschränken. Der Buchwert der latenten Steuerforderungen ist in Anmerkung 14 dargestellt.

RÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen sind Verpflichtungen, deren zeitliches Eintreten oder Betrag ungewiss ist. Der Konzern überprüft an jedem Bilanzstichtag die Bewertung der als Rückstellung bilanzierten Verpflichtungen und passt den Wert an, wenn dies notwendig ist.

Aufgrund der Ungewissheit des Zeitpunkts oder der Höhe der Inanspruchnahme muss der Konzern Annahmen bezüglich der Bewertung von Rückstellungen treffen. Die Höhe der tatsächlichen Verpflichtung kann von den Schätzwerten abweichen. Details zu den Rückstellungen sind in Anmerkung 24 dargestellt.

RECHTSTREITIGKEITEN

Im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs ist der Konzern gelegentlich Partei in Rechtsstreitigkeiten oder kann mit Klagen bedroht werden. Der Konzern geht basierend auf der Einschätzung seiner Rechtsberater davon aus, dass die bekannten Sachverhalte wahrscheinlich keinen wesentlichen negativen Effekt auf die Ertragslage oder das operative Geschäfts des Konzerns haben werden. Der Gesellschaft sind keine Klagen bekannt, die möglicherweise einen wesentlichen negativen Effekt auf die Ertragslage oder das operative Geschäft des Konzerns haben werden.

37. UNTERNEHMENSERWERBE

Am 1. April 2015 hat der Konzern 100% der Stimmrechte der PlasmaSi, Inc. (USA) erworben und damit die Kontrolle über die Gesellschaft erlangt. Die von PlasmaSi patentierte Technologie ermöglicht die Verkapselung organischer Dünnschichtfilme durch Abscheidung ultradünner und flexibler Sperrfilme.

Die in 2015 erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden betragen:

in Tausend EUR
Zahlungsmittel & Zahlungsmitteläquivalente 1.471
Sachanlagen 52
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 24
Indentifizierbare Immaterielle Vermögenswerte 4.655
Sonstige kurzfristige Schulden-2.541
Sonstige langfristige Schulden-2.256
Bedingte Kaufpreiszahlungen-4.236
Summe identifizierbarer Schulden-2.831
Geschäfts- und Firmenwert 10.515
Gesamtkaufpreis 7.684
beglichen durch
Barmittel 7.684
Barzahlung 7.684
Abzüglich erworbener Zahlungsmittel-1.471
Abfluss von Zahlungsmittel aus der Akquisition 6.213

Im März 2015 gab AIXTRON ein kurzfristiges Darlehen an PlasmaSi Inc. in Höhe von USD 1,65 Mio., welches in den übernommenen sonstigen kurzfristigen Schulden enthalten ist. Die erworbenen Zahlungsmittel in Höhe von TEUR 1.471 entsprechen dem Betrag, der notwendig ist, um das Darlehen an AIXTRON zurückzuzahlen.

Der aus der Akquisition entstandene Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von TEUR 10.515 enthält eine Reihe von immateriellen Werten, die im Einzelnen nicht quantifizierbar sind. Der wichtigste darunter ist der Wettbewerbsvorteil, der sich für die ergänzenden AIXTRON Produkte ergibt. Der Geschäfts- und Firmenwert ist voraussichtlich steuerlich nicht abzugsfähig. Die einzeln identifizierbaren immateriellen Vermögenswerte betragen TEUR 4.655 und repräsentieren den beizulegenden Zeitwert der erworbenen entwickelten Technologie.

Ein bedingter Kaufpreis wurde 2016 gezahlt.

 

Herzogenrath, 26. Februar 2018

AIXTRON SE

Der Vorstand

 
     
Dr. Felix Grawert
Vorstandsmitglied
  Dr. Bernd Schulte
Vorstandsmitglied